Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 15.01.2019


Innsbruck

Innsbrucker Innenstadt: Ideen für die Entwicklung

Wie soll es mit dem Gebiet zwischen Marktplatz und Unibrücke weitergehen? Es gibt viele Ideen – und einen Wettbewerb.

Vom Marktplatz bis zur Unibrücke: Vertreter der Stadtplanung gaben den Bürgern einen Einblick in das Projektgebiet.

© IKM/FreinhoferVom Marktplatz bis zur Unibrücke: Vertreter der Stadtplanung gaben den Bürgern einen Einblick in das Projektgebiet.



Innsbruck – Ein Gebiet mit hohem Potenzial. Eine Riesenchance für die Stadt. So sind die Einschätzungen für das Gebiet zwischen Marktplatz und Unibrücke, das sich in den kommenden Jahren verbessern und verändern soll. Unter dem Motto „Innsbruck an den Inn“ sind europaweit junge Stadtplaner und Architekten eingeladen, Konzepte für das Gebiet zu erstellen. Vor wenigen Tagen fiel der Startschuss für Europan15, Europas größten Ideenwettbewerb für Städtebau und Architektur.

Dabei waren Anrainer eingeladen, ihre Meinungen und Ideen kundzutun – sozusagen als Grundlage für die Entwicklung des Gebietes. „Die bauliche Möglichkeit schaffen, Start-up-Unternehmen in die Nähe der Uni zu rücken, das städtische Leben an den Inn zu bringen und eine qualitative Aufwertung für das Gelände“, nennt BM Georg Willi einige Vorstellungen, was bei dem Wettbewerb am Ende herauskommen könnte. Vorwegnehmen will der Stadtchef aber nichts. Konsens gab es bei der Versammlung, dass der Marktplatz ein Platz bleiben soll. Und die Markthalle „in einer Form noch weiter veredelt wird“, aber wohl erhalten bleibt. Zumal es auch eine Betriebspflicht für noch rund 20 Jahre gibt.

Arno Ritter, Leiter aut. architektur und tirol, sieht für das Gebiet wie viele andere auch „Potenzial nach oben“. Die Markthalle sei es „wert, erhalten zu bleiben“. Ritter sieht eine einmalige Chance für das Gebiet, weil ein guter Teil der Fläche in der „Verfügungsgewalt der Stadt“ stehe. Man könnte hier ein „Kreativzentrum schaffen“, mit Ateliers und Räumen für Co-Working und der Nähe zur Universität. Für den Marktplatz müsse man sich überlegen, „was will man hier“. Ritter könnte sich etwa ein Dach vorstellen, um dem Platz „Bedeutung“ zu geben. Dafür müsste etwa aber auch die Abfahrt der Tiefgarage verschwinden. Für den Wettbewerb gelte es, klare Definitionen zu finden.

Rund um die Entwicklung des Gebiets wird immer wieder auch über eine Fußgängerbrücke gesprochen. Doch das ist noch alles Zukunftsmusik. Klar ist der Fahrplan: Im März startet die Wettbewerbsphase, im September soll die erste Juryrunde stattfinden. Im November präsentieren Vertreter der lokalen Fachkommission einer international besetzten Jury die in der ersten Runde getroffene Vorauswahl der Projekte. Im Dezember 2019 werden die Ergebnisse aller Preisträgerprojekte bekannt gegeben. (TT, mw)

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