Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 16.01.2019


Bezirk Schwaz

Zillertal: Altenheim in Zell muss Neubau weichen

Die Tage des geschichtsträchtigen Zeller Gebäudes sind gezählt. Nach vielen Sitzungen der Gemeindevertreter im Verband wurde nämlich beschlossen, dass es komplett abgerissen und um rund 25 Mio. Euro neu errichtet werden soll.

BM Pramstrahler mit dem Modell des neuen Heimes.

© DählingBM Pramstrahler mit dem Modell des neuen Heimes.



Zell a. Z. – Ein Großteil des Altenheims der Kaiser-Franz-Josef-Stiftung in Zell steht derzeit leer. Einst wurden hier bis zu 80 Senioren betreut, jetzt sind nur noch 19 Betten belegt. „40 Senioren aus dem älteren Trakt sind in unserem neuen Heim in Mayrhofen“, erklärt Zells Bürgermeister Robert Pramstrahler als Obmann des Altenheimverbandes.

Die Tage des geschichtsträchtigen Zeller Gebäudes sind gezählt. Nach vielen Sitzungen der Gemeindevertreter im Verband wurde nämlich beschlossen, dass es komplett abgerissen und um rund 25 Mio. Euro neu errichtet werden soll. Nur die denkmalgeschützte Spitalskirche bleibt erhalten. Der Baustart soll heuer im Spätherbst sein.

Der riesige Neubau samt Tiefgarage (ca. 90 Stellplätze) wird sich über die Spitalgasse bis inklusive dortigem Parkplatz ausdehnen und sich auch auf Erschließungen auswirken. „Künftig wird dann die Spitalgasse über die Gerlosstraße statt über die Rohrerstraße erschlossen“, informiert Pramstrahler. Nur noch fußläufig durch Öffnungen im Erdgeschoß wird die Spitalgasse ab dem Altenheim in Richtung Rohrerstraße erreichbar sein. Die erste Baustufe ist beim Parkplatz in der Spitalgasse geplant. „Wenn der Baukörper dort fertig ist, übersiedeln die 19 Bewohner dorthin und 20 neue hätten zusätzlich Platz“, erklärt Pramstrahler. Die geplanten 70 Pflegebetten, 15 Einheiten für betreutes Wohnen sowie Kurzzeit- und Tagespflege entsprechen dem Strukturplan des Landes. Der gilt bis 2021. Da soll das Heim eröffnet werden. „Wir wissen jetzt schon, dass wir bis 2030 50 Betten mehr bräuchten“, gibt Pramstrahler zu bedenken. Die sollen später in einer der anderen Sprengelgemeinden entstehen. Ein Problem ist der Personalmangel. „Wir brauchen 60 Mitarbeiter in Vollzeit mehr nach der Fertigstellung des Heimes, wobei auch Teilzeit angeboten wird.“ Wie viele Senioren untergebracht werden, hänge davon ab, wie viele Mitarbeiter lukriert werden. (ad)