Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 18.01.2019


Bezirk Kufstein

Natur hilft bei Lösung für Rodelbahn auf Möslalm mit

Mit Schneewänden will man die Rodelbahn auf der Wörgler Möslalm sichern. Gemeinde und TVB sagen ihre Unterstützung zu. Eine offizielle Bahn wird es erst 2019/20 geben.

Umgestürzte Bäume hätten die Rodelbahn in den vergangenen Tagen ohnehi­n unbenützbar gemacht.

© HrdinaUmgestürzte Bäume hätten die Rodelbahn in den vergangenen Tagen ohnehi­n unbenützbar gemacht.



Von Jasmine Hrdina

Wörgl – Auf der Wörgler Mösl­alm könnten schon in wenigen Tagen wieder die Kufen durch den Schnee gleiten: Eine Lösung für die beliebte Rodelbahn scheint in greifbarer Nähe – zu verdanken ist dies unter anderem Mutter Natur. Denn die großen Schneemengen haben nicht nur die Gespräche aller Beteiligten angefacht, sondern bieten auch eine Möglichkeit, die Bahn kostengünstig abzusichern. „Wir wollen Schneewände mit einer Fräse aufschütten. So kann zumindest niemand über die Bahn fahren“, erklärt Hüttenwirt Peter Hopitzan. An den derzeit noch offenen Kosten dafür wollen sich Gemeinde und TVB jedenfalls beteiligen.

Für heuer sei dies allerdings eine Ad-hoc-Lösung, die der Witterung geschuldet sei. „Wäre ja schade, wenn wir schon einmal so viel Schnee herunten haben“, meint auch Wörgls Sportreferent VBM Hubert Aufschnaiter, der bei den Gesprächen federführend war. Einen Haken hat die Geschichte allerdings: Aus juristischer Sicht verlässt man sich – wie all die Jahre zuvor – auf die Eigenverantwortung der Sportler. Denn noch sei die Haftungsfrage nicht geklärt. Die Stadt bleibt dabei, diese nicht übernehmen zu wollen, betont Aufschnaiter. „Eine offizielle Rodelbahn wird es erst in der Saison 2019/20 geben“, so der Vizebürgermeister. Bis dahin wolle man ein „sauberes Konzept“ erarbeiten, offene Fragen wie die Art der Präparierung und die tägliche Begehung klären.

Die Wirtsleute unterbrechen derweil ihren Urlaub, nehmen den Hüttenbetrieb voraussichtlich nächstes Wochenende wieder auf. „Sobald die Bahn vereist, sperren wir wieder zu“, schickt Hopitzan voraus. „Sonst heißt es, wir locken die Leute herauf.“ Zuerst stehen aber noch aufwändige Holzarbeiten an: Die Schneemengen haben dem Wald zugesetzt, vielerorts versperren abgebrochene Bäume den Weg. Rodeln wäre daher ohnehin zu gefährlich gewesen.

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