Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 19.01.2019


Gesellschaft

Spendeaktion für Stammzellen

Im SOS-Kinderdorf Innsbruck fand gestern die erste Stammzellenspendeaktion des Roten Kreuzes Innsbruck statt.

© Rotes Kreuz Innsbruck/ReisterIm SOS-Kinderdorf Innsbruck fand gestern die erste Stammzellenspendeaktion des Roten Kreuzes Innsbruck statt.



Diagnose Blutkrebs — dieses Schicksal trifft jeden Tag drei Personen in Österreich. Für viele ist der Erhalt einer Stammzellenspende die einzige Überlebenschance. Eine passende Spende zu finden, ist schwierig: Die Wahrscheinlichkeit liegt bei eins zu einer halben Million. In Österreich sind jedes Jahr rund 200 Patienten aufgrund von bösartigen Bluterkrankungen — wie Leukämie oder Lymphomen — auf eine Stammzellenspende angewiesen. Für zwei von zehn Patienten kann keine passende Spende gefunden werden, obwohl weltweit 31 Millionen Stammzellenspender und -innen registriert sind.

Im SOS-Kinderdorf in Innsbruck fand gestern die erste Stammzellenspendeaktion des Roten Kreuzes Innsbruck statt. „Mit einem Wattestäbchen wird ein Wangenabstrich gemacht. Diese Probe kommt in das Labor und muss bei einer Spende genau mit dem Empfänger bzw. der Empfängerin übereinstimmen", erklärt Alex Reister, Koordinator der Stammzellenspendeaktion des Rotes Kreuzes Innsbruck, „durch die Registrierung für eine Spende gibt man einem Menschen, der an Blutkrebs erkrankt ist, eine Chance auf ein zweites Leben."

Die Registrierung dauert wenige Minuten. Potenzielle SpenderInnen im Alter von 18 bis 45 Jahren können sich auf www.roteskreuz.at/stammzellen registrieren. Sie erhalten Wattestäbchen zum Wangenabstrich und Informationsmaterial per Post. (TT)