Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 12.02.2019


Bezirk Imst

Landwirtschaftliche Lehranstalt Imst: Biodiversität auf dem Teller

Mit einem Dinner der besonderen Art startete die Fachschule für ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Imst zum Begriff „Biodiversität“.

Die Schülerinnen des 3. Jahrgangs der Fachschule für ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement mit Küchenchefin Maria Maurer (r.).

© JaritzDie Schülerinnen des 3. Jahrgangs der Fachschule für ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement mit Küchenchefin Maria Maurer (r.).



Imst – Mit einem Dinner der besonderen Art startete die Fachschule für ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Imst zum Begriff „Biodiversität“. Biodiversität bedeutet demgemäß die gesamte Vielfalt des Lebens. Mit im Boot der Veranstaltung waren die Katholische Frauenbewegung, die Tiroler Bäuerinnenorganisation, die Fachschulen für ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement, die Agrigenda und das Haus der Begegnung.

Nach jedem Impulsreferat mussten die Teilnehmer zwischen den einzelnen Menügängen die Tische wechseln, um mit den jeweiligen Referenten besser ins Gespräch zu kommen. Hauptthema des Abends war die Verwendung heimischer Produkte.

Das schlug sich naturgemäß auf das Menü nieder. Dieses wurde von den Schülerinnen des 3. Jahrgangs und deren Lehrpersonen gekonnt gekocht und perfekt serviert. Es gab herzhafte Krenterrine auf Rohnencarpaccio, verfeinert mit Tiroler Kernöl, Walnussbrot, eine Fisser Gerstlsuppe, dann folgte Quiche vom Lauch an warmer Kräutersauce und als Hauptspeise wurde ein zarter Rostbraten vom Biokalb, Pitztaler Tirgge und knackiges Wintergemüse serviert, den süßen Abschluss bildete ein feines Schokotörtchen mit Zwetschkenröster.

Bei einem Biodiversitätsquiz, die Fragen stellte die Agrar- und Sozialwissenschafterin Mathilde Schmitt, konnte man schriftlich die Antworten über Bio-Pflanzen, Tiere und Umwelt-Bedingungen geben. Gespannt warteten alle auf den Vortrag von Rupert Mayr aus Niederndorf.

Mayr ist Initiator und ehrenamtlicher Betreuer des größten Schulgartens Österreichs. Sein Credo: „Wir leben in Tirol in einem Paradies. Wenn wir hauptsächlich regionale Lebensmittel verwenden, sparen wir 80 Prozent der Arzt- und Arzneimittelkosten. Bei einer umweltbewussten Lebensweise können viele kleine Wehwehchen verhindert werden. Außerdem ist Gartenarbeit bis ins hohe Alter empfehlenswert. Wenn wir das befolgen, leisten wir auch einen großen Beitrag für die Umwelt.“

Bei der Veranstaltung gab es eine lange Liste an biologischen Lebensmitteln. Christiane Röck, die Verantwortliche dieses Abends: „Diese Veranstaltung soll die persönliche Verantwortung fördern. Wir leben in Tirol sicherlich gut. Wir sollten aber auch an die Zukunft unserer Kinder und Enkel denken.“ (peja)

Schülerin Maria Maurer serviert Inspektorin Christina Röck die Suppe, während Mathilde Schmitt genau beobachtet.
Schülerin Maria Maurer serviert Inspektorin Christina Röck die Suppe, während Mathilde Schmitt genau beobachtet.
- Jaritz