Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 13.02.2019


Gesellschaft

Umbau der Volksschule Going schreitet voran

Der Gemeinderat vergab Aufträge für weitere Arbeiten und wird ein Darlehen von einer Mio. Euro für den 5-Mio.-Euro-Bau aufnehmen.

Auch am gestrigen Dienstag liefen die Umbauarbeiten an der Volksschule Going auf Hochtouren.

© Michael MaderAuch am gestrigen Dienstag liefen die Umbauarbeiten an der Volksschule Going auf Hochtouren.



Von Michael Mader

Going a. W. K. – Im Juli des Vorjahres erfolgte der offizielle Spatenstich für den Um- und Zubau der Volksschule Going. In der jüngsten Februar-Gemeinderatssitzung wurden nun weitere Aufträge wie etwa die Schlosserarbeiten für das knapp fünf Millionen Euro teure Bauvorhaben vergeben. „2,2 Millionen Euro davon kommen vom Land“, weiß Bürgermeister Alexander Hochfilzer. Für eine Million Euro will sich die Gemeinde ein Darlehen aufnehmen, ein entsprechender Beschluss wurde von den Gemeinderäten ebenfalls gefasst. Hochfilzer: „Der Rest wird zum Teil aus Rücklagen finanziert. Wirtschaftlich geht es uns zum Glück ja recht gut.“

Die Volksschule Going ist in den 1960er-Jahren erbaut worden und hat seit dieser Zeit keine wesentlichen Umbauten erfahren. „Deshalb hat sich für uns die Frage gestellt, ob wir die Schule adaptieren oder neu bauen. Die Anforderungen haben sich ja wesentlich geändert, jetzt gibt es viel mehr offenes Lernen“, erklärt Hochfilzer. Schlussendlich entschied man sich, einen großen Teil der Schule wegzureißen, Schüler und auch Lehrer mussten in Container übersiedeln. Aus Sicherheitsgründen wurde ein Holzzaun errichtet, der von den Schülerinnen und Schülern bunt bemalt wurde.

Die künftigen Klassenzimmer werden sich in Zukunft dann allerdings zur Gänze im Neubau befinden. Bei der Ausgestaltung wurde unter anderem Wert auf Barrierefreiheit, Raumklima, Inklusion und Akustik gelegt. Im Keller entsteht das neue Probelokal für die Bundesmusikkapelle Going und der Dorfsaal wird mit einem neuen barrierefreien Zugang, einem Foyer und einer offenen Terrasse versehen.

Trotz der derzeit eher ungünstigen Witterung laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Der Bürgermeister rechnet mit einer Fertigstellung im September 2019. Nach einem sehr holprigen Start im Juli, bedingt durch einen stark von Öl kontaminierten Boden, konnte der dadurch entstandene Verzug im Bauzeitplan zur Gänze wieder aufgeholt werden. Nur durch den besonderen Einsatz der Arbeiter und die Bereitschaft zu Sonderschichten am Wochenende konnte der Rückstand wettgemacht werden, lässt Bürgermeister Hochfilzer in der Goinger Gemeindezeitung verlautbaren.