Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 13.02.2019


Bezirk Kufstein

Kadaver in Walchseer Wald: Es liegt keine Straftat vor

Wie berichtet, hat eine Einheimische am Samstag bei einem Spaziergang die toten Tiere entdeckt. Ein Fuchs und ein Huhn waren kopfüber an einen Baum gehängt worden.

Ein totes Huhn wurde kopfüber an einem Ast aufgehängt.

© privatEin totes Huhn wurde kopfüber an einem Ast aufgehängt.



Walchsee – Dem Fund mehrerer Tierkadaver in einem Wald bei Walchsee liegt kein Straftatbestand zugrunde. „Weder konnten wir einen Eingriff in fremdes Jagdrecht noch Tierquälerei feststellen“, heißt es von der Polizei. Beamte der Inspektion Niederndorf hatten sich gestern mit dem dafür verantwortlichen Jäger ein Bild vor Ort gemacht.

Wie berichtet, hat eine Einheimische am Samstag bei einem Spaziergang die toten Tiere entdeckt. Ein Fuchs und ein Huhn waren kopfüber an einen Baum gehängt worden. „Es ist durchaus üblich, erlegte Tiere mit dem Kopf nach unten aufzuhängen“, erklärt Michael Lamprecht, Bezirksjägermeister von Kufstein. „Das passiert so auch im Schlachthof. Warum man aber die Kadaver im Wald zurücklässt – und dazu noch neben Spazierwegen –, ist mir ein Rätsel“, kritisiert er. So ein Verhalten werfe kein gutes Licht auf die Jägerschaft, meint er.

Der Bezirksjägermeister vermutet, dass der betreffende Jäger aus Leichtsinn gehandelt habe. „Jagdrechtlich belangt werden wird er dafür aber wohl nicht.“ (bfk)