Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 05.03.2019


Osttirol

Sillian: Platz mitten im Ortszentrum bleibt auf weiterhin zu

Der Gemeinderat bespricht am Mittwoch Parkplatz-Themen. Dabei geht auch um das gesperrte Areal vor dem Schwarzen Adler.



Von Catharina Oblasser

Sillian – Seit einem guten Jahr ist der geschotterte Platz im Sillianer Dorfzentrum abgesperrt. Mit Ketten wird Fahrzeugen, aber auch Fußgängern der Zutritt verwehrt. Die Fläche, auch bekannt als ehemaliger Pfeifhofer-Parkplatz, gehört Roman Tschurtschenthaler, dem Eigentümer des Hotels Schwarzer Adler.

Das Areal inmitten der Gemeinde ist Thema im morgigen Sillianer Gemeinderat. „Ursprünglich war der Platz als Teil unseres Kurzparkzonen-Konzepts eingeplant“, berichtet Bürgermeister Hermann Mitteregger. „Doch dann zog Roman Tschurtschenthaler sein Einverständnis zurück. Nun nehmen wir die Fläche auch formell wieder aus dem Kurzparkzonen-Konzept heraus.“

Diesem letzten Schritt in Sachen Parkplatz gingen allerhand Unstimmigkeiten zwischen der Gemeinde und dem Geschäftsführer des Schwarzen Adlers voraus. Ursprünglich hatte die Gemeinde die Fläche von Roman Tschurtschenthaler gepachtet, es wurde eine Kurzparkzone eingerichtet. Allerdings sollen die Einnahmen aus dieser Zone für Tschurtschenthaler nicht hoch genug gewesen sein. Letztlich kündigte er der Gemeinde Sillian den Pachtvertrag auf. Fazit des langwierigen Hin und Her: „Wir haben im Gemeinderat beschlossen, dass wir uns mit dieser Fläche nicht mehr befassen wollen“, erklärt Bürgermeister Mitter­egger.

An den Absperrketten dürfte sich auch in nächster Zeit nichts ändern. Tschurtschenthaler erklärt gegenüber der TT, keine speziellen Pläne für das Areal zu haben. „Im Sommer nützen wir unser Areal als Parkplatz für unser Hotel, im Winter brauchen wir das aber nicht, weil unsere Gäste mit Bussen hergebracht werden.“ Der Hotel-Geschäftsführer bezeichnet den Status quo als „nicht ideal“, aber: „Die Gemeinde soll Miete für diesen Platz zahlen. Früher war das ja auch der Fall.“ Hermann Mitteregger stellt hingegen klar: „Wir sind nicht darauf angewiesen, in der Gemeinde gibt es ausreichend andere Parkflächen.“


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