Letztes Update am Do, 14.03.2019 15:44

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Friedensnobelpreis

Klima-Aktivistin Greta Thunberg für den Friedensnobelpreis nominiert

Drei norwegische Parlamentarier haben die 16-jährige schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Die schwedische Schülerin Greta Thunberg hält den Mächtigen den Spiegel vor. Sie hielt etwa auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos eine Rede.

© AFPDie schwedische Schülerin Greta Thunberg hält den Mächtigen den Spiegel vor. Sie hielt etwa auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos eine Rede.



Oslo - Ihr Einsatz für das Klima hat der jungen schwedischen Aktivistin Greta Thunberg eine Nominierung für den Friedensnobelpreis eingebracht. Drei Abgeordnete der norwegischen Sozialistischen Linkspartei sprachen sich dafür aus, dass der 16-Jährigen die renommierte Auszeichnung überreicht wird, wie die Zeitung Verdens Gang berichtete.

Thunberg fühlt sich geehrt

Dem schwedischen Aftonbladet zufolge wurde sie auch von zwei Politikern aus Schweden nominiert. Thunberg selbst schrieb dazu am Donnerstag auf Twitter, sie fühle sich geehrt und sei sehr dankbar über die Nominierung. Für einen "derart großen Preis" vorgeschlagen zu werden, sei "unglaublich und ein wenig sonderbar", sagte Thunberg dem Aftonbladet.

Wir haben Greta nominiert, weil die Klimabedrohung vielleicht einer der wichtigsten Beiträge zu Krieg und Konflikten ist", wurde einer der Abgeordneten, Freddy André Øvstegård, von der VG zitiert. Er und zwei seiner Kollegen hätten den Vorschlag rechtzeitig vor Fristablauf Ende Jänner eingereicht. "Die riesige Bewegung, die Greta in Gang gesetzt hat, ist ein enorm wichtiger Beitrag zum Frieden." Wenn nichts gegen den Klimawandel unternommen werde, "wird er für Kriege, Konflikte und weitere Flüchtlinge sorgen", sagte Øvstegård.

Mit ihrem "Schulstreik für das Klima" hat Greta Thunberg eine internationale Protestbewegung angestoßen.
Mit ihrem "Schulstreik für das Klima" hat Greta Thunberg eine internationale Protestbewegung angestoßen.
- APA/KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD

Das norwegische Nobelkomitee hatte Mitte Februar mitgeteilt, dass mehr als 300 Nominierungen für den diesjährigen Friedensnobelpreis eingegangen seien.

Schulstreik wurde zur internationalen Bewegung

Thunberg bleibt seit dem Sommer jeden Freitag der Schule fern und demonstriert vor dem Parlament in Stockholm für den Kampf gegen den Klimawandel. Ihr Vorbild hat inzwischen eine internationale Bewegung angestoßen: In einer bisher größten Aktion wollen am Freitag tausende Schüler in mehr als hundert Ländern für den Klimaschutz auf die Straße gehen, unter anderem in Innsbruck. Die Organisatoren der "Fridays for Future" gehen von mehr als 1500 Demonstrationen aus. (TT.com, dpa/APF/APA)