Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 25.03.2019


Bezirk Landeck

Neuer Wohnraum für die Vogelwelt in St. Anton

Kinder und Jugendliche hängen in St. Anton 50 Nistkästen auf. Das Projekt wurde vergangene Woche gestartet.

Die Kinder der Volksschule (hinten r. Christoph „Giggo“ Wolf) hängten die ersten Nistkästen in St. Anton auf.

© Annelies KeimDie Kinder der Volksschule (hinten r. Christoph „Giggo“ Wolf) hängten die ersten Nistkästen in St. Anton auf.



St. Anton – Ihr Zwitschern gehör­t zum Frühling wie die ersten Schneeglöckchen auf den Wiesen oder die jungen Triebe an den Bäumen – leider schrumpft die Zahl der Vögel EU-weit. In St. Anton haben Kinder und Jugendliche nun ein Projekt ins Leben gerufen, um zusätzlichen Wohnraum für die geflügelten Frühlingsboten zu schaffen. Zum Glück ist der Obmann des Arlberger Jugendzentrums „Homebas­e“, Matthäus Spiss, gleichzeitig auch begeisterter Hobby-Vogelkundler. Er und seine Frau Alexandra hatten die Idee, an deren Ausführung sich neben der Homebase auch die Volksschule und die Gemeinde St. Anton mit Förster Fabian Jehle beteiligen.

Im Gemeindegebiet werden 50 Nistkästen aufgehängt. Der erste wurde vor wenigen Tagen unter der Leitung von Homebase-Jugendbetreuerin Caroline Falch im Bereich der WM-Meile montiert.

Förster Fabian Jehle im Einsatz.
Förster Fabian Jehle im Einsatz.
- Annelies Keim

Die Kinder und Jugendlichen sind inzwischen richtige Vogelexperten – Klassenlehrerin Annelies Keim hat im Unterricht ein Schwerpunktthema gestartet. „Da habe ich einfach nur noch gestaunt, was die Kinder alles über Vöge­l wussten“, erklärt Homebase-Leiter Christop­h „Giggo“ Wolf nach dem ersten Projekt-Nachmittag. „Nicht nur das Wissen um die Bedeutung der Vögel, sondern auch die handwerkliche Arbeit machte das Projekt zu einem besonderen Erlebnis“, resümiert Keim. Einen positiven Effekt – nicht nur auf die Vogelwelt, sondern auch auf die jungen St. Antoner – erhofft sich Bürgermeister Helmut Mall: „Das ist eine tolle Sache, die jungen Leute bekommen dadurch vielleicht auch einen anderen Zugang zur Natur.“ (TT, mr)