Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 05.04.2019


Kitzbühel

Fastensuppe wurde beim Stanglwirt in Going aufgetischt

Küchenchef Thomas Ritzer hat heuer eine Bio-Dinkel-Cremesuppe mit Kartoffeln und Gemüse zubereitet. Doch vor diesem Genuss erfuhren die Gäste von der heurigen Schwerpunktarbeit der KFB.

Suppenausgabe mit Küchenchef Thomas Ritzer, Magdalena Hauser, Weihbischof Hansjörg Hofer, Evi Hauser, Luise Rupert, LR Gabriele Fischer, Andrea Ederer, Luise Rupert und Josefine Schlechter (v. l.).

© EberharterSuppenausgabe mit Küchenchef Thomas Ritzer, Magdalena Hauser, Weihbischof Hansjörg Hofer, Evi Hauser, Luise Rupert, LR Gabriele Fischer, Andrea Ederer, Luise Rupert und Josefine Schlechter (v. l.).



Going a. W. K. – Seit nunmehr 17 Jahren ist die Katholische Frauenbewegung (KFB) beim Stanglwirt in Going zum Fastensuppenessen zu Gast. Aus allen Teilen der Diözese Salzburg nehmen alljährlich Mitglieder daran teil. Küchenchef Thomas Ritzer hat heuer eine Bio-Dinkel-Cremesuppe mit Kartoffeln und Gemüse zubereitet. Doch vor diesem Genuss erfuhren die Gäste von der heurigen Schwerpunktarbeit der KFB.

Weihbischof Hansjörg Hofer erklärte, dass das Teilen in der Familie beginnen sollte, ganz nach dem Spruch: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. „Der Erfolg liegt darin, dass viele eingebunden sind und so niemand überfordert wird“, versicherte Hofer. Gemeint ist damit die Organisation der Fastensuppenessen in den Gemeinden.

Der Erlös kommt Frauen in Afrika zugute, die die Initiative zur Selbstständigkeit ergreifen. Heuer geht es um die Initiative „Catching Fire“, um das Bauen von kleinen Öfen, welche wesentlich effizienter und weniger gesundheitsschädlich sind als die bisher verwendeten Feuerstellen.

Auch Landesrätin Gabriele Fischer war beim Treffen und bekräftigte, dass die Gesellschaft starke Frauen brauche und es unsere Aufgabe und Verpflichtung sei, anderen zu helfen. Die neue Generalsekretärin der KFB, Regina Augustin, stellte an diesem Abend die Frage, warum wir ein Geschlechter-System am Laufen halten, mit dem die Welt nicht zufrieden sei. Als dringend notwendig sieht sie „eine Geschlechtergerechtigkeit, nicht nur in fernen Ländern, sondern auch hier bei uns“. Regionalreferentin Tania Zawadil erklärte, dass das Hoffen auf eine bessere Welt zu wenig sei. (be)