Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 09.04.2019


Bezirk Kitzbühel

Reither zeigen großes Interesse an der Zukunft des Orts

Der Dorferneuerungsprozess ist gestartet und die Beteiligung beim ersten Dorfabend war enorm. Fünf Kernthemen wurden festgelegt.

In der Gemeinde Reith wurde ein Dorferneuerungsprozess gestartet, nun liegen die Ergebnisse einer Bürgerbefragung vor.

© Harald AngererIn der Gemeinde Reith wurde ein Dorferneuerungsprozess gestartet, nun liegen die Ergebnisse einer Bürgerbefragung vor.



Von Harald Angerer

Reith b. K. – Das Interess­e war groß und die ersten Schritte sind gemacht. Im Zuge des Dorferneuerungsprozesses fand in Reith der erste Dorfabend statt. Die Beteiligung war sehr gut, rund 150 Rei­therinnen und Reither waren gekommen, um an der Zukunft des Ortes mitzuarbeiten.

Begleitet wird die Gemeinde bei dem Prozess von der Dienstleistungsgesellschaft GemNova. In den vergangenen Wochen wurde ein Fragebogen an alle Reither verschickt. Damit wollte man erheben, was den Bürgern wichtig ist. Die Rücklaufquote der Fragebögen liegt bei 43 Prozent, das entspricht 582 Antworten. „Das Interesse der Reither ist wirklich groß und der Dorfabend war ein großer Erfolg“, ist Bürgermeister Stefan Jöchl nach der Veranstaltung begeistert.

Auf dem Fragebogen waren 15 Themenbereiche nach Priorität zu werten, auch eigene Themen konnten angeführt werden. Absolut höchste Priorität haben für die Bevölkerung die Themen „Wohnen“, „Nahversorgung“ und „Raumordnung“.

Den Teilnehmern wurde an dem Abend zuerst präsentiert, wie sich die Bevölkerung im Ort in den kommenden Jahren demografisch verändert. Bei der anschließenden Fragerunde zeigte sich, dass das Thema „Leistbares Wohnen für junge Reither“ und das Thema „Freizeitwohnsitze“ von großem Interesse ist.

Im zweiten Block des Abends wurden dann in Gruppenarbeiten die Hauptthemenbereiche vertieft. „An den Tischen wurde angeregt diskutiert und gearbeitet – die Ergebnisse werden jetzt an die Arbeitskreise weitergeleitet. Für die Arbeitskreise haben sich bereits interessierte Personen gemeldet“, sagt dazu Bürgermeister Jöchl. Auch nach dem offiziellen Teil wurde noch angeregt weiterdiskutiert.