Letztes Update am Fr, 12.04.2019 14:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mayrhofen

Rassismusvorwurf: Rapper Stormzy sagt Snowbombing-Auftritt ab

Der britsiche Rapper Stormzy hat seinen Auftritt beim Snowbombing Festival in Mayrhofen abgesagt. Der Rapper wirft dem Sicherheitspersonal “Racial Profiling“ vor.

Der britische Rapper Stormzy wirft dem Sicherheitspersonal "Racial Profiling" vor.

© APA/AFP/Daniel Leal-OlivasDer britische Rapper Stormzy wirft dem Sicherheitspersonal "Racial Profiling" vor.



Mayrhofen — Der britische Rapper Stormzy hat am Donnerstag kurzfristig seinen Auftritt beim Snowbombing Festival in Mayrhofen abgesagt. Der Rapper warf mehreren Security-Mitarbeitern laut Medienberichten Rassismus und "Racial Profiling" vor, weil diese seinen Manager und Freunde nach Waffen durchsucht hatten. Die Veranstalter bedauerten auf der Festival-Homepage die Absage.

Suche nach Waffe

In einer Instagram-Story sprach Stormzy von einer rassistischen Kontrolle. Sein Manager und seine Freunde seien von de Security Mitarbeitern nur aufgrund ihrer Hautfarbe nach Waffen durchsucht und zudem aggressiv behandelt worden. Und dies obwohl niemand der Durchsuchten der Beschreibung der Gesuchten entsprochen habe. Der Rapper entschuldigte sich bei seinen Fans, meinte aber, dass es notwendig sei, diese drastischen Schritte gegen Rassismus und "Racial Profiling" zu setzen.

Laut den Veranstaltern des Festivals waren die Security-Mitarbeiter darüber informiert worden, dass jemand auf dem Festival eine Waffe bei sich habe. Die Mitarbeiter hätten dann nach Vorschrift gehandelt und eine kleine Gruppe von Personen, darunter Stormzys Manager, zum nächsten Ausgang geleitet und dort durchsucht. Dabei seien keine Waffen gefunden worden, teilten die Veranstalter auf der Homepage mit. Man sei jedoch tief betrübt darüber, dass sich jemand unwohl gefühlt habe und bedaure Stormzys Absage, so die Veranstalter. (APA)