Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 16.04.2019


Bezirk Kitzbühel

Ostergrab wird wieder aufgestellt

Zwei Schützen bewachen das Ostergrab in St. Johann.

© WörgetterZwei Schützen bewachen das Ostergrab in St. Johann.



In St. Johann steht in dieser Woche wieder eines der größten Ostergräber Tirols. Zum 14. Mal hintereinander stellen rund 20 freiwillige Helfer ab heute Dienstag das Ostergrab in der St. Johanner Pfarrkirche auf. Kein leichtes Unterfangen — ist das Bauwerk doch elf Meter hoch und 9,62 Meter breit und damit das zweitgrößte Ostergrab in Tirol.

Das Ostergrab erfreute bereits in den 50er- und 60er-Jahren die St. Johanner Gläubigen. Allerdings wurde es zwischenzeitlich vergessen. Carl Hofinger ist es zu verdanken, dass der Brauch „auferstanden" ist — er hatte das Ostergrab nämlich vor zwölf Jahren in der Empore der Pfarrkirche wiederentdeckt.

Von 2005 bis 2007 wurde das Ostergrab aufwändig restauriert. Als Hilfe diente dabei ein Schwarz-Weiß-Bild des aufgestellten Grabes aus den 1950er-Jahren. Der Wert des knapp 200 Jahre alten Grabes ist nicht nur ein ideeller — die Versicherungssumme beträgt 200.000 Euro.

Zur Tradition gehört, dass die Feller-Schützen das Ostergrab bewachen. Heute Dienstag um 9 Uhr startet der umfangreiche Aufbau. Zwei Schützen werden dann vor dem Altar das Grab bis zur Osternachtsfeier um 21 Uhr bewachen. Als Höhepunkt wird die Auferstehung Christi von den Schützen mithilfe eines eigenen Aufzugsmechanismus dargestellt. (TT)