Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 18.04.2019


Bezirk Imst

Neue Wege und Revitalisierung: Mit Volldampf durchs Gurgltal

Sowohl der neue, asphaltierte Radweg durch das Gurgltal als auch die Revitalisierung des Gurglbaches machen Fortschritte – rund 80.000 m³ Erdreich werden dort bewegt.

Der Tschirgantradweg durch das Gurgltal wird gerade asphaltiert.

© PaschingerDer Tschirgantradweg durch das Gurgltal wird gerade asphaltiert.



Von Alexander Paschinger

Nassereith – Bereits seit Februar wird im Gurgltal an der Revitalisierung des Gurgl­baches gearbeitet. Doch derzeit treten die Arbeiten so richtig zutage – und sogar von der Straße aus wird ersichtlich, welche Dimensionen dieses Projekt aufweist, an dem zumindest noch bis 2020 zu tun sein wird. Außerdem dampft zwischen Bundesstraße und Revitalisierung zurzeit auch noch die Asphaltiermaschine: Der Radwegabschnitt sollte bis 3. Mai fertig sein.

Der Nassereither Bürgermeister Herbert Kröll weiß, dass insbesondere die aktuellen Baustellen so manchen Bürger erschrecken: „Ja, das schaut derzeit wild aus – aber das ist alles genehmigt und so vorgesehen.“ Die Revitalisierung des Gurglbaches betrifft nicht weniger als 900 Laufmeter des Bachbettes. In diesem Bereich wurde das Gewässer in einen geradlinigen, engen Kanal gezwängt. Nun soll ihm wieder Raum gegeben werden. Das Ganze erhält dann nicht nur einen landschaftlich reizvolleren Charakter, sondern wird auch als Biotop und Naherholungsraum aufgewertet.

BM Herbert Kröll (r. o.) erklärt anhand des Planes die umfangreichen Erdbewegungen (siehe Bild unten).
BM Herbert Kröll (r. o.) erklärt anhand des Planes die umfangreichen Erdbewegungen (siehe Bild unten).
- Paschinger

„Es werden 80.000 m³ Erdreich bewegt“, erklärt BM Kröll anhand des Plans, den er auf dem Besprechungstisch seines Büros ausbreitet. Und dann erläutert er auch jene riesige Erdbewegung, die sich derzeit vom Talgrund hinauf zur Bundesstraße zieht: „Hier werden die landwirtschaftlichen Flächen etwas mit dem Aushub von unten begradigt“, so Kröll. Mit 16.000 m³ werd­e so eine Fläche von knapp 21.000 m² neu geschaffen.

„Vorgesehen ist, dass die Arbeiten bis Frühjahr/Sommer 2020 abgeschlossen wären“, so Kröll. Je nach Witterung könne aber noch das Frühjahr 2021 dazukommen.

Schneller geht es dagegen mit dem Radweg voran. Seit dieser Woche sind die Arbeiter mit Volldampf dran. Der Imst Tourismus tritt gemeinsam mit den Gemeinden Nassereith und Tarrenz als Bauherr des neuen Tschir­gantradweges auf. Außerdem nutzten Tigas und Tinetz die Gelegenheit, um ihre Leitungen zu verlegen. Am 3. Mai ist die Eröffnung des Radweges vorgesehen. Der Kostenpunkt liegt bei einer knappen Million Euro.

- Paschinger