Letztes Update am Mi, 17.04.2019 12:40

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klima-Aktivistin

„Schließt euch dem Klima-Streik an“: Greta Thunberg traf Papst

Die 16-jährige Klima-Aktivistin Greta Thunberg traf am Mittwoch nach der Generalaudienz auf Papst Franziskus, um für den Klimaschutz zu werben. Der Papst ermunterte sie zum weitermachen.

Klima-Aktivistin Greta Thunberg am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom.

© AFPKlima-Aktivistin Greta Thunberg am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom.



Rom – Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg hat nach der Generalaudienz auf dem Petersplatz am Mittwoch Papst Franziskus getroffen. Die 16-Jährige konnte das Kirchenoberhaupt persönlich begrüßen und einige Worte wechseln. Die Schülerin zeigte dem Papst ein Plakat mit dem Slogan „Join the climate strike“ (Schließt euch dem Klima-Streik an).

„Ich habe ihm dafür gedankt, dass er für das Klima kämpft“, schrieb die Schwedin auf Facebook. Der Papst wiederum habe Thunberg zum Weitermachen ermuntert. Die Aktivistin, die keine Flugzeuge benützt und Europa per Bahn bereist, war am Mittwochvormittag von ihren Eltern begleitet in Rom eingetroffen. Die Schülerin trug einen Rucksack und einen Regenschirm, um sich vor der römischen Frühlingssonne zu schützen. An der Generalaudienz beteiligten sich circa 12.000 Menschen.

Gemeinsames Interesse am Klimaschutz

Thunberg und Papst Franziskus teilen das gemeinsame Interesse für den Klimaschutz. Während die junge Schwedin für ihre Schulstreiks für das Klima bekannt ist, gibt der Papst immer wieder Appelle für Umweltschutz ab. Der Pontifex hatte im Jahr 2015 mit „Laudato Si“ eine Enzyklika zu Umweltfragen veröffentlicht.

Nach der Visite beim Papst wird Greta Thunberg am Donnerstag von Italiens Senatspräsidentin Maria Elisabetta Alberti Casellati empfangen. Am Karfreitag wird Thunberg mit den Umweltaktivisten von „Fridays for Future Roma“ an einem Protest in Rom teilnehmen.

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Thunberg warb an Teilnahme bei EU-Wahl

Am Dienstag hielt Thunberg im EU- Parlament in Straßburg eine Rede. Dort rief sie zur Teilnahme an der Europawahl auf. Die Wähler sollten sich für die Jugendlichen aussprechen, die selbst nicht an der Wahl teilnehmen könnten, so Thunberg. „Sie sollen für Leute wie mich wählen, die von der Krise betroffen sein werden“, sagte die 16-Jährige, die selbst noch nicht wahlberechtigt ist. Noch gebe es ein Zeitfenster, um gegen den Klimawandel zu handeln, betonte die Schülerin. Doch dieses Fenster werde nicht mehr lange geöffnet bleiben. Die Bürger sollten daher die anstehende Europawahl nutzen, um etwas zu tun.

Seit August 2018 streikt die 16-Jährige für mehr Klimaschutz weltweit. Ihr Protest hat inzwischen Menschen in der ganzen Welt inspiriert, freitags auf die Straße zu gehen, um für eine verstärkte Klimapolitik einzutreten. (APA)