Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 19.04.2019


Bezirk Schwaz

Brand in Altenwohnheim Schwaz: Spatenstich für Containeranlage

Beim Spatenstich für die Containeranlage ist Schöftner und Betriebsrätin Gertraud Pichler die Erleichterung anzusehen. Nun beginnt der Bau für die dreijährige Übergangslösung im großzügigen Garten­areal des Altenwohnheimes.

GR Matthias Zitterbart, BM Hans Lintner, Heimleiterin Evelyn Schöftner, Gertraud Pichler und Toni Kurz (v. l.) tätigen die ersten Bauarbeiten.

© FankhauserGR Matthias Zitterbart, BM Hans Lintner, Heimleiterin Evelyn Schöftner, Gertraud Pichler und Toni Kurz (v. l.) tätigen die ersten Bauarbeiten.



Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Es war eine harte Zeit für Heimleiterin Evelyn Schöftner und ihre Mitarbeiter. Plötzlich standen sie vor dem Aus. Ein Brand hatte das Schwazer Altenheim Weidachhof St. Josef großteils zerstört. Doch nun ist ein Schritt in Richtung Zukunft geschafft.

Beim Spatenstich für die Containeranlage ist Schöftner und Betriebsrätin Gertraud Pichler die Erleichterung anzusehen. Nun beginnt der Bau für die dreijährige Übergangslösung im großzügigen Garten­areal des Altenwohnheimes. Das alte und teils ausgebrannte Gebäude wird in nächster Zukunft abgerissen. Ein Neubau soll dort entstehen. „Es war viel Arbeit bisher. Vor allem die Verunsicherung der Angehörigen und der Mitarbeiter war groß“, sagt Schöftner. Dank der Containerlösung – die Kosten von rund 2,8 Mio. Euro trägt das Land Tirol – können die Heimbewohner im Sommer nach Schwaz zurückkehren. „Und auch alle Mitarbeiter können bleiben“, sagt Schöftner. Das war ihr wichtig.

Das Containerdorf wurde von Architekt Toni Kurz geplant. „Man sagt Container dazu, aber das wird man von innen gar nicht sehen. Es wird ein normales Wohnen im Altenheim“, sagt Kurz. Der Vorteil: Planung und Aufbau der mobilen Wohneinheiten gehen schnell. Laut BM Hans Lintner wolle man diesen Sommer – er hofft auf Juni – in die Containeranlage einziehen. GR Matthias Zitterbart hat mit der Firma Daka die Projektabwicklung über und versichert zwar, dass im Sommer alles fertig werde, aber ob Juni machbar sei, da ist er noch skeptisch.

Wenn der Neubau des Altenwohnheimes steht, soll die Containeranlage laut BM Lintner Platz für Wohnungen machen. Sowohl Menschen mit Beeinträchtigung als auch junge Familien oder 5-Euro-Wohnungen sollen dort unterkommen.