Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 29.04.2019


Gesellschaft

Die Maut zum Blindsee wird auf 5 Euro erhöht

Der Schranken wird sich heuer mit der Bezahlung von 5 Euro öffnen. Dafür stehen am Seeufer 190 Parkplätze bereit.

© PaschingerDer Schranken wird sich heuer mit der Bezahlung von 5 Euro öffnen. Dafür stehen am Seeufer 190 Parkplätze bereit.



Biberwier – Auch wenn man es nach den letzten Tagen kaum glauben mag – die Bade­saison rückt näher und damit auch der Blindsee am Fernpass wieder in die Wochen­endplanung der Oberländer und Außerferner Baderatten. Seit 2015 müssen die motorisierten Besucher, die auf dem schmalen Weg hinunter zum See fahren wollen, zahlen. Ab heuer ist der „Tageseintritt“ auf 5 Euro angehoben – letztes Jahr waren es noch 4 Euro. Derzeit wird auch die Möglichkeit einer bargeldlosen Bezahlung am Schranken geprüft.

Hintergrund dieser Erhöhung ist nicht nur eine „einfache Anpassung“, wie Bürgermeister Paul Mascher erklärt, sondern „auch der Mehraufwand“. Heuer wird nämlich eine neue Anlage installiert – eine „Videomaut“. Dieses System mit Kamera, Mini-PC, Software oder auch Verteilerkasten für die Kamera kostet einmalig 5863 Euro; dazu kommen monatlich wiederkehrende Kosten von 99 Euro für die Softwarelizenz. So ist es im Gemeinderatssitzungsprotokoll festgehalten.

„Die Anlage ist bei der Firm­a bestellt und sollte in den nächsten zwei Wochen installiert werden“, erklärt der Substanzverwalter der Gemeinde­guts-Agrargemeinschaft, GR Josl Schönherr, der TT.

Während der reguläre Besucher dann für die Fahrt zu einem der 190 Stellplätze am Seeufer 5 Euro zu bezahlen hat, wird es für Biberwierer einerseits und Ehrwalder sowie Lermooser andererseits spezielle Regelungen geben.

Denn jede Person, die in Biber­wier mit Hauptwohnsitz gemeldet ist, kann ein Pkw-Kennzeichen kostenlos freischalten lassen.

Mit den Gemeinden Lermoos und Ehrwald wurde wiederum vereinbart, dass diese für ihre Gemeindebürger die Saisonkarten verkaufen – und zwar um 35 Euro.

In der April-Sitzung des Biberwierer Gemeinderates beschäftigte man sich eingehend mit der Preisgestaltung. Die Saisonkarte für die Nachbargemeinden benötigte sogar zwei Abstimmungen, letztlich setzte sich die 35-Euro-­Karte mit sieben zu vier Stimmen gegen die 30-Euro-Variante durch. 6:3 endete das Votum für eine Erhöhung der einmaligen Einfahrt auf 5 Euro. „Ich denke, wir haben eine gute Lösung gefunden“, so GR Schönherr. (pascal)