Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 02.05.2019


Tirol

Spielerisches digitales Lernen in Absam-Eichat

Schon in Volksschulen halten modernste Lehrmittel Einzug – so auch in Absam-Eichat.

Gemeinsam mit Lehrerin Pia Hatapoglu (l.) und Direktorin Elke Huber verfolgte BM Arno Guggenbichler, wie die Eichater Volksschüler ein „Mondfahrzeug“ programmierten und dieses sogar schreiben ließen.

© Walter WurzerGemeinsam mit Lehrerin Pia Hatapoglu (l.) und Direktorin Elke Huber verfolgte BM Arno Guggenbichler, wie die Eichater Volksschüler ein „Mondfahrzeug“ programmierten und dieses sogar schreiben ließen.



Absam – Im Rahmen der Offensive „Bildung 4.0 – Tirol lernt digital“ fördert das Land Tirol die Digitalisierung im Unterricht – und zwar auch schon in der Volksschule. Eine der Schulen, die von Anfang an dabei war, ist die Volksschule Absam-Eichat. Wie das Digitalisierungsprojekt den Schulalltag verändert hat, wurde kürzlich bei einer Präsentation deutlich.

Mit den Fördermitteln des Landes, aber auch einer 15.000-Euro-Unterstützung seitens der Gemeinde Absam, konnten in der Volksschule moderne Lehrmittel wie digitale „Smartboards“, iPads, aber auch Lego-Baukästen angeschafft werden. Die Tafeln können dabei sowohl interaktiv als auch klassisch verwendet werden: Auf den herkömmlichen Tafelflügeln kann man weiterhin mit Kreide schreiben, auf der digitalen Tafel selbst auch mit abwaschbaren Stiften – so dass der Beamer nicht ständig laufen muss. „Es geht um spielerisches Lernen – und zwar fächerübergreifend“, erklärt Volksschuldirektorin Elke Huber. „Dazu benötigt man entsprechendes Lehrpersonal, aber auch neue Unterrichtsmethoden.“

Das "Mondfahrzeug".
Das "Mondfahrzeug".
- Walter Wurzer

Eingesetzt werden die neuen Lehrmittel nicht nur im Physik-, Mathematik- und EDV-Unterricht, sondern etwa auch in Biologie und Geographie. Drei Lehrerinnen – Melanie Staffler, Pia Hatapoglu und Stefanie Kofler – „haben sich das Know-how in einem über das normale Maß hinausgehenden Einsatz angeeignet“, lobt BM Arno Guggenbichler, der sich bei der Präsentation von den Fähigkeiten der Kinder beeindruckt zeigte.

Aufgabe der Volksschüler war es dabei, aus Legoteilen nach Plan ein „Mondfahrzeug“ zu bauen. Anschließend mussten sie selbst eine Halterung für einen Stift konstruieren und das Fahrzeug zum Schluss per iPad so programmieren, dass es damit einen Namen auf ein ausgerolltes Papier schreiben konnte. Die Schüler meisterten diese anspruchsvolle Herausforderung mit Bravour. (TT)