Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 13.05.2019


Bezirk Kufstein

Rotes Kreuz in Kufstein braucht mehr Freiwillige

30 neue Mitglieder wurden bei der Jahreshauptversammlung des Roten Kreuzes Kufstein feierlich angelobt.

© Florian Haun30 neue Mitglieder wurden bei der Jahreshauptversammlung des Roten Kreuzes Kufstein feierlich angelobt.



„Leider herrscht derzeit ein großer Zivildienermangel und auch bei den Ehrenamtlichen sind die Zahlen rückläufig, deshalb steigen die Personalkosten“, erklärte der Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Kufstein, Heinz Scherfler, bei dessen 62. Jahreshauptversammlung vergangenen Freitag in Kufstein.

Im abgelaufenen Jahr absolvierten 398 Rettungs- und Notfallsanitäter insgesamt 31.569 Einsätze. Derzeit zählen die vier Ortsstellen im Bezirk 65 hauptberufliche Mitarbeiter, welche im vergangenen Jahr rund 103.215 Stunden leisteten, sowie 850 freiwillige Mitglieder, die ungefähr 99.230 Stunden leisteten, und 50 Zivildiener. Letztes Jahr konnten glücklicherweise wieder 90 neue freiwillige Mitglieder gewonnen werden. Trotzdem hat man sich heuer die Aufgabe gesetzt, die Zivildienerproblematik zu bewältigen und neue Freiwillige zu gewinnen.

Jede Menge Zahlen wurden beim Rückblick auf das vergangene Jahr präsentiert. Unter anderem, dass das 21-köpfige Kriseninterventionsteam bei 65 Einsätzen 385 Menschen begleitete. Die Ellmauer Pistenrettung absolvierte 410 Einsätze. 16.091 Kunden wurden von 94 Mitarbeiterinnen des Kleiderladens betreut und weitere 5723 Kunden von den 20 Mitarbeitern des Warenhauses. Die 100 Mitarbeiter der drei Tafeln im Bezirk gaben 115 Tonnen Essen aus. 5229 Mahlzeiten wurden an 50 Klienten und zwei Kindergärten im Bezirk geliefert und 995.372 Kilometer mit 24 Rettungswagen und 16 Vereinsfahrzeugen zurückgelegt.

Im Juli 2018 wurde die mobile Rufhilfe eingeführt, mit der bis jetzt bereits 110 Klienten ausgestattet sind. „Ein Ziel heuer ist es, das Projekt Rufhilfe mit den Nachbar-Bezirksstellen Kitzbühel und Schwaz voranzutreiben“, erklärte Scherfler.

Rund 30 neue Mitglieder wurden angelobt. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden Harald Ganster, Christian Kronbichler und Hanspeter Kurz geehrt, für 40 Jahre Elisabeth und Walter Exenberger. Zum Rettungsrat befördert wurde Roland Priewasser. Mit der Verdienstmedaille in Silber wurden Hanspeter Kurz und Elisabeth Klingler ausgezeichnet, die Goldene erhielten Waltraud Bichler, Johannes Zott und Renate Buchmayr. Mit der Henry-Dunant-Medaille in Silber wurden Andrea Ager, Manfred Greiderer, Manuel Greiderer und Brigitte Hauswitzka ausgezeichnet. Wolfgang Hinterndorfer erhielt sie unter tosendem Applaus in Gold. (fh)

Bezirksstellenleiter Heinz Scherfler überreichte die goldene Henry-Dunant-Medaille an Wolfgang Hinterndorfer im Beisein von Bezirksrettungskommandant Florian Margreiter (v. l.).
Bezirksstellenleiter Heinz Scherfler überreichte die goldene Henry-Dunant-Medaille an Wolfgang Hinterndorfer im Beisein von Bezirksrettungskommandant Florian Margreiter (v. l.).
- Florian Haun