Letztes Update am Sa, 11.05.2019 09:24

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Südamerika

Peru schränkt Zugang zu historischer Inkastadt Machu Picchu ein

Die Maßnahmen seien „angesichts der Anzeichen des Verfalls notwendig, um Machu Picchu zu bewahren“, erklärte das Kulturministerium. Die Einschränkung gilt jetzt erst einmal für zwei Wochen.

Die historische Inkastätte Machu Picchu wird jährlich von Tausenden Touristen besucht.

© APA (dpa/gms/PROMPERU)/PROMPERòDie historische Inkastätte Machu Picchu wird jährlich von Tausenden Touristen besucht.



Lima – Peru schränkt den Zugang zu drei wichtigen Sehenswürdigkeiten in der historischen Inkastadt Machu Picchu ein. Wie die Regierung am Freitag mitteilte, werde der Zutritt zum Sonnentempel, dem Tempel des Kondors und dem Intihuatana-Stein des UNESCO-Welterbes zunächst für einen Zeitraum von zwei Wochen streng kontrolliert.

Die Maßnahmen seien „angesichts der Anzeichen des Verfalls notwendig, um Machu Picchu zu bewahren“, erklärte das Kulturministerium. Fast 6000 Besucher dürfen die berühmte Inka-Stätte aus dem 15. Jahrhundert täglich in zwei Touren betreten. Die Touristenströme haben eine zerstörerische Wirkung auf die jahrhundertealten Steinoberflächen.

Drei Stunden Zeit für Besuch

Vom 15. bis zum 28. Mai bleiben Touristen nun lediglich drei Stunden, um die genannten drei Bereiche zu besuchen. Die Behörden wollen in der zweiwöchigen Testphase die Auswirkungen der neuen Maßnahmen evaluieren bevor ab dem 1. Juni dauerhaft neue Regeln gelten sollen.

Das vom Inkaherrscher Pachacútec erbaute Machu Picchu war im Juli 1911 vom US-Archäologen Hiram Bingham für die Wissenschaft entdeckt worden. Heute gehören die Ruinen zu den bekanntesten archäologischen Stätten der Welt. Im Jahr 1983 wurde die auf einem Bergrücken in 2500 Meter Höhe gelegene Inkastadt in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. (APA/AFP)