Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 15.05.2019


Gesellschaft

Lange Nacht der Kirchen: Tiroler Gotteshäuser laden zum Besuch

60 Kirchen und Klöster in Tirol öffnen ihre Pforten.<span class="TT11_Fotohinweis">Foto: Hammerle</span>

© Julia Hammerle60 Kirchen und Klöster in Tirol öffnen ihre Pforten.Foto: Hammerle



Offene Kirchentüren. Für Innsbrucks Bischof Hermann Glettler stehen sie bei der Langen Nacht der Kirchen am 24. Mai nicht nur für die Offenheit gegenüber Menschen, die sonst vielleicht nicht so sehr mit der Kirche verbunden sind, sondern auch für jene zwischen den Konfessionen. Immerhin beteiligen sich mit der römisch-katholischen, der evangelischen und der serbisch-orthodoxen Kirche gleich drei christliche Konfessionen an der Veranstaltung kommende Woche. „Die Lange Nacht der Kirchen soll aber auch die Vielfalt der Kirche zeigen", erklärt Glettler. An diesem Abend sollen nämlich spirituelle Themen wie Lobpreis und Gebet ebenso Platz finden wie Themen des kulturellen und sozialen Engagements. „Es geht auch darum zu zeigen, dass Kirche mit der Gesellschaft verbunden ist", so der Bischof.

Am Freitag nächste Woche beteiligen sich in Tirol 60 Kirchen, Klöster und Institutionen mit insgesamt 160 Angeboten und Programmpunkten an der Langen Nacht der Kirchen. Die Eröffnungsveranstaltung findet um 18 Uhr mit einer ökumenischen Eröffnungsfeier im Dom St. Jakob statt, bereits ab 17.50 Uhr werden die Gäste musikalisch von der afrikanischen Gemeinde begrüßt. Beim Info-Point am Eingang der Innsbrucker Hofkirche kann man sich zwischen 18 und 21 Uhr über die verschiedenen Programmpunkte informieren.

„Wir zeigen, dass Kirche nicht unter sich bleibt und in die Öffentlichkeit geht", freut sich Olivier Dantine, Superintendent der Diözese Salzburg/Tirol, auf den Abend. Er verweist besonders auf die multireligiösen und gesellschaftskritischen Angebote in den evanglischen Pfarren. So findet in der Auferstehungskirche wieder die Lange Nacht der Religionen statt. Auch Aleksandar Stolic, Erzpriester der serbisch-orthodoxen Kirche, sieht dem Abend mit Vorfreude entgegen: „Wir sind von Anfang an mit dabei. Diesmal voraussichtlich zum letzten Mal mit der serbisch-orthodoxen Kapelle in der Siebererstraße." Ab dem nächsten Jahr will die Gemeinde in die neue Kirche in der Maximilianstraße einladen. Die Lange Nacht klingt um 23.15 Uhr mit dem Nachtgebet in der Spitalskirche aus.

Details zu der mit Unterstützung der Wiener Städtischen Versicherung durchgeführten Veranstaltung gibt es auf der Homepage unter www.langenachtderkirchen.at. (np)




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