Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 20.05.2019


Schwaz

Mit viel Fleiß und Mut den Paulinerpreis geholt

Sechs Mädchen stehen auf der Bühne im Paulinum. Sie alle glänzen nicht nur mit herausragenden schulischen Leistungen, sondern auch mit besonderem Engagement.

Anna-Maria Hirschhuber (3. v. l.) sicherte sich unter den Nominierten Anna Hechl, Elena Kosta, Lisa-Maria Angere­r, Magdalena Vorhofer und Lena Holzer (v. l.) den mit 1000 € dotierten Paulinerpreis 2019.

© FankhauserAnna-Maria Hirschhuber (3. v. l.) sicherte sich unter den Nominierten Anna Hechl, Elena Kosta, Lisa-Maria Angere­r, Magdalena Vorhofer und Lena Holzer (v. l.) den mit 1000 € dotierten Paulinerpreis 2019.



Schwaz – So lange habe sie noch nie für eine Rede gebraucht. Es war aber auch ein besonderer Moment, auf den sich die Schülerin Anna-Mari­a Hirschhuber vorbereiten durfte.

Sechs Mädchen stehen auf der Bühne im Paulinum. Sie alle glänzen nicht nur mit herausragenden schulischen Leistungen, sondern auch mit besonderem Engagement – egal ob im religiösen, sportlichen, musikalischen oder sozialen Bereich. Doch eine von den Nominierten überstrahlt alle – Anna-Maria Hirschhuber. Sie ist die Trägerin des Paulinerpreises 2019 des Bischöflichen Gymnasiums in Schwaz.

Die Schülerin punktet vor allem mit ihrer Vielseitigkeit: angefange­n von verschiedenen Sprachen, dem dritten Platz beim Landesredewettbewerb der Philosophie-Olympiade bis hin zum silbernen Leistungsabzeichen als Klarinettistin bei der BMK Weer. Weiters begleitet Hirschhuber als Buddy Erstklassler, hilft jungen Flüchtlingen beim Lernen und engagiert sich beim Caritas-Projekt „Zeit schenken“. Ihre Lehrer loben zudem ihre „feine und umsichtige“ Art, aber auch ihren Mut zum kritischen Denken.

Den bewies die Schülerin auch gleich bei ihrer Dankesrede. Das Paulinum dürfe in seiner Entwicklung nicht stehen bleiben und müsse einen Schritt in Richtung Realität tun. Egal welches Religionsbekenntnis jemand habe – der Schule würden neue Sichtweisen nicht schaden. „Ich bin ich. Du bist du. Wir sind wir“, sagte die Schülerin. (emf)