Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 20.05.2019


Kufstein

Kufsteiner Feuerwehren hatten ein sehr einsatzreiches Jahr

Die Feuerwehren leisteten erstmals über 100.000 Stunden im Bezirk Kufstein.

Bezirksfeuerwehr-Kdt Hannes Mayr, Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer, Landesfeuerwehr-Kdt. Peter Hölzl, Schriftführer Michael Leitner, LA Alois Margreiter, BM Martin Krumschnabel und Bezirksfeuerwehr-­Kdt.-Stv. Andreas Oblasser bei den Ehrungen.

© HaunBezirksfeuerwehr-Kdt Hannes Mayr, Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer, Landesfeuerwehr-Kdt. Peter Hölzl, Schriftführer Michael Leitner, LA Alois Margreiter, BM Martin Krumschnabel und Bezirksfeuerwehr-­Kdt.-Stv. Andreas Oblasser bei den Ehrungen.



Kufstein – „Im vergangenen Jahr wurden bei unseren Aktivitäten im Bezirk Kufstein erstmals über 100.000 Stunden geleistet“, erklärt­e Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Winkler beim Bezirksfeuerwehrtag des Bezirks Kufstein, welcher am Freitagabend stattfand.

Derzeit zählt der Bezirksfeuerwehrverband Kufstein 42 Freiwillige Feuerwehren und drei Betriebsfeuerwehren. „Seit Ende letzten Jahres haben wir eine Betriebs­feuerwehr weniger, da die Feuerwehr vom Zementwerk Eiberg aufgelassen wurde“, erklärte Bezirksfeuerwehrkommandant Hannes Mayr. Insgesamt zählen die 45 Wehren 3050 aktive Mitglieder sowie 893 Reservisten und 250 Jugendfeuerwehrler. 4072 der Mitglieder sind Männer und die restlichen 121 Frauen. Da es seit Kurzem auch in Maria­stein eine Jugendfeuerwehr gibt, sind es nun 27 Jugendfeuerwehren mit mehr als 250 Mitgliedern im Bezirk.

Im abgelaufenen Jahr absolvierten 47.601 Mitglieder 6529 Aktivitäten mit rund 115.109 Stunden. 2023 davon waren Einsätze, bei denen 16.425 Mitglieder rund 20.126 Stunde­n im Einsatz standen. Darunter waren 64 Verkehrseinsätze, 64 kleinere Brände sowie 120 Rettungseinsätze. „61 der 120 Rettungseinsätze waren Liftbergungen, und das ist eigentlich nicht die Aufgabe der Feuerwehr“, betonte der Bezirksfeuerwehrinspektor und fügte hinzu, dass sich die Liftbetreiber nicht an die Vorschriften halten.

Weiters gab es 185 technische, großteils wetterbedingt­e Einsätze sowie 466 Eigenanforderungen. Nach wie vor ist die Anzahl der Fehlalarme sehr hoch, waren doch im abgelaufenen Jahr 419 der 456 Brandmeldealarme. Auch 93 Brandsicherheitswachen und 293 sonstige Einsätze wurden im Vorjahr von den Florianis absolviert.

Durch die Neuwahlen im vergangenen Jahr wurde auch einiges an Zeit investiert, um das Bezirkskommando neu zu strukturieren, erklärte Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Andreas Oblasser. Auch auf Ortseben­e wurden neue Aufgaben übernommen. „Wir sind ein Verband der Entwickler, und besonders eure Drohne, die schon jetzt nicht nur in ganz Tirol, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, ist ein Paradebeispiel dafür“, lobte Landes­feuerwehrkommandant Peter Hölzl.

Da das Fahrzeugkonzept immer wichtiger wird, wurden im Vorjahr auch wieder vier neue Fahrzeuge für Wehren im Bezirk angeschafft. „Wir sind besonders stolz, dass wir mit unserem neuen Projekt auch in Kufstein etwas für den Bezirksfeuerwehrverband tun können“, betonte Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel und verwies auf den geplanten Zubau beim Kufsteiner Feuer­wehrhaus, in welchem auch Räumlichkeiten für den Bezirksfeuerwehrverband entstehen.

Natürlich durften auch die Ehrungen nicht fehlen und so wurden Bezirkspolizeikommandant Walter Mein­gassner sowie der Bezirksleiter der Bergrettung Norbert Wolf mit dem Bezirksehren­zeichen in Gold ausgezeichnet. Für seine Verdienste wurde Bezirksschriftführer Michael Leitner mit dem bronzenen Verdienstzeichen der Stufe 4 des Tiroler Landesverbandes geehrt. (fh)