Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 23.05.2019


Bezirk Schwaz

Ein Café mit vielen Talenten: cafetalent in Vomp eröffnet

Die Kaffeemaschinen laufen auf Hochtouren. Frischer Kuchenduft liegt in der Luft. Beim Vomper Seniorenheim ist aus dem geplanten Café endlich auch tatsächlich ein Café geworden.

Georg Willeit (GF Lebenshilfe), LR Patricia Zoller-Frischauf, BM Karl-Jose­f Schubert, Burcu Alici, Klaus Mair (Leitung cafetalent) und Alexander Inwinke­l (v. l.) freuten sich über die Eröffnung des cafetalent.

© FankhauserGeorg Willeit (GF Lebenshilfe), LR Patricia Zoller-Frischauf, BM Karl-Jose­f Schubert, Burcu Alici, Klaus Mair (Leitung cafetalent) und Alexander Inwinke­l (v. l.) freuten sich über die Eröffnung des cafetalent.



Von Eva-Maria Fankhauser

Vomp – Es hat ein paar Jahr­e gedauert, aber jetzt ist aus dem geplanten Café endlich auch tatsächlich eines geworden. Beim Seniorenheim in Vomp plante die Gemeinde ein Dorfcaf­é ein. Doch die Suche nach einem Pächter war erfolglos – die Räumlichkeiten waren vielen zu klein. Während des Umbaus des Gemeindehauses wurden dann die freien Räum­e im Seniorenheim genutzt. Und gestern war es dann endlich so weit: Das cafe­talent wurde eröffnet.

Die Kaffeemaschinen laufen auf Hochtouren. Frischer Kuchenduft liegt in der Luft. Burcu Alici bereitet hinter der Bar einen Espresso zu. Alexander Inwinkel serviert derweil eine heiße Schokolade an einem der Tische. Die Freude über die Arbeit im cafetalent ist den beiden anzusehen. Sie sind Menschen mit besonderen Bedürfnissen und genauso engagierte Mitarbeiter wie alle anderen im neuen Café.

Gemeinsam mit der Lebenshilfe hat die Gemeinde dieses Projekt ins Leben gerufen. „Das Kaffeehaus ist für einen Privaten aus wirtschaftlichen Gründen vielleicht zu klein, für das Dorfzentrum aber unverzichtbar“, erklärte Lebenshilfe-GF Georg Willeit und fügte hinzu: „Hier sieht man, dass Menschen mit Behinderung eine Problemlösung sein können.“ Talente und Fähigkeiten könnten hier entdeckt und entfaltet werden. BM Karl-Josef Schubert hofft, dass die Vomper das Café als Ort der Begegnung annehmen. Davon ist LR Patricia Zoller-Frischauf überzeugt: „Es ist ein Ort zum Wohlfühlen, Austauschen und Gut-bedient-Werden.“

Laut Leiter Klaus Mair werden zwei bis sechs Leute aus der Lebenshilfe-Werkstätte Schwaz im Café eingesetzt. Jeder der 42 Klienten könne stundenweise mitarbeiten. „Die haben alle eine riesige Gaudi“, sagte Mair.




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