Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 31.05.2019


Osttirol

Engagement für Fair Trade ist grenzenlos

Lienzer Schüler bearbeiteten mit Kollegen aus Südtirol und Belluno das Thema „gerechtes Wirtschaften“. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

NMS-Schüler bei der Projektpräsentation in Lienz.

© NMS Egger-LienzNMS-Schüler bei der Projektpräsentation in Lienz.



Von Daniela Agu

Lienz – Heute kann man nicht nur in Online-Shops oder in Weltläden, sondern auch in vielen Supermärkten faire Ware erstehen. „Fair Trade“ steht für gerechte Löhne, nachhaltige Produktion und authentische Qualität. Diese Idee hat bereits viele Anhänger – auch in Osttirol. „Einen Weg sehen, statt wegsehen“: Unter diesem Motto stellten Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule (NMS) Egger-Lienz im Kolpinghaus ihre Arbeit im Zuge des Interreg-Projekts „Gemeinsam für ein gerechtes und nachhaltiges Wirtschaften“ vor.

„Die NMS Egger-Lienz, Trägerin des Fair-Trade-Gütesiegels, Gewinnerin des Fair Trade Awards, setzt mit dem Projekt gemeinsam mit dem Verein Trikont Weltladen einen Auftrag des Regionalmanagements um“, erklärt Obfrau Maria Kraler. Die Agenda des Vereins habe zwei Schwerpunkte. Der eine liege im kommerziellen Bereich, der andere jedoch liege auf Bildung, vor allem auf Bewusstseinsbildung.

Seit 2017 wurden bilinguale Begegnungen mit Schülern aus den Regionen Belluno und Bruneck organisiert. Zwischen den Treffen rund um fairen Handel und gerechtes Wirtschaften erfolgten Arbeitsaufträge, deren Resultate bei dem jeweiligen Folgetreffen ausgetauscht wurden.

Das Highlight der Veranstaltung im Kolpinghaus stellte gewiss die Modenschau dar. Begeistert klatschte das Publikum zum Takt der Musik, als die 14 Models fast wie Profis die Kleidung präsentierten. Die Mädchen und Burschen zeigten mutig ihr Talent auf dem Laufsteg. Betreut wurde der Catwalk von der Weltladen-Geschäftsführerin Andrea Pribil. „Die Arbeit mit den Jugendlichen ist so erfrischend! Lehrer und Schüler sind mit Elan dabei und man sieht, dass die Initiative ankommt“, betont sie.

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Die vorgeführte Kleidung, lässt Pribil wissen, bestehe aus Bio-Baumwolle, die speziell zertifiziert sei. Das heißt, dass jeder Schritt der Produktion vom Anbau bis zur Fertigung den Fair-Trade-Standards entspricht. Gefertigt werden die Textilien in Indien und Nepal unter besten Bedingungen und sicher ohne Kinderarbeit.