Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 05.06.2019


Bezirk Schwaz

Zu viele Störstoffe im Biomüll



Auf die richtige Trennung von Bioabfällen wird im Bezirk Schwaz im Rahmen der tirolweiten Kampagne „Apfelbutzn rein, Plastik nein" in den nächsten Monaten verstärkt geachtet. Ein roter bzw. grüner Ampel-Anhänger informiert die Bürgerinnen und Bürger darüber, ob der Inhalt ihrer Biotonne richtig verwertet werden kann. Die stichprobenartigen Kontrollen werden mit Unterstützung der Sammel- bzw. Verwertungsunternehmen in den Gemeinden durchgeführt. Die Stadt Schwaz geht mit gutem Beispiel voran. „Bioabfälle sind wertvoller Rohstoff für Kompost und die Gewinnung von erneuerbarer Energie. Das ist ein natürlicher Kreislauf, der durch die Verunreinigung des Bioabfalls aber zunehmend in Gefahr gerät", erklärt Alfred Egger, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Tirol Mitte. Josef Kröll, Geschäftsführer der Bioenergie Schlitters, erklärt: „Das Nachsortieren des angelieferten Materials ist sehr aufwändig und kostenintensiv. Störstoffe können großen Schaden anrichten — in der Anlage und was die Qualität des Endprodukts betrifft."

Ein wesentlicher Bestandteil der Kampagne ist Aufklärung, was in die Biotonne gehört. Der Schwazer Umweltreferent Hermann Weratsch­nig macht bewusst: „Keiner mag sich vorstellen, dass Nahrungsmittel im Garten oder am Feld mit Rückständen von Plastiksackerln oder Windeln in Berührung kommen — aber dann dürfen diese Stoffe einfach nicht in der Biotonne landen." (TT)