Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 19.06.2019


Bezirk Kufstein

Neues Gemeindezentrum in Münster geht in finale Bauphase

Das 6,5 Millionen Euro schwere neue Gemeindezentrum in Münster nimmt Form an. Die offizielle Eröffnung mit Segnung ist am 5. Juli geplant.

Mit Weißtannen-Schindeln ist die Fassade des Gemeindeamtes verkleidet. Das Platzangebot ist auf die nächsten Jahrzehnte ausgerichtet.

© ZwicknaglMit Weißtannen-Schindeln ist die Fassade des Gemeindeamtes verkleidet. Das Platzangebot ist auf die nächsten Jahrzehnte ausgerichtet.



Von Walter Zwicknagl

Münster – Die Münsterer Gemeindeverwaltung bereitet schon ihren Umzug in das neue Gemeindezentrum vor, während am neuen Gemeindeamt und dem Veranstaltungszentrum noch die Arbeiten mit Hochdruck laufen. „Am 24. Juni gibt es die Kollaudierung, die Segnung der Neubauten ist für den 5. Juli festgesetzt. Da soll es auch das erste Platzkonzert geben“, freut sich Bürgermeister Werner Entner, während er durch das neue Gemeindezentrum führt. Bei 6,5 Millionen Euro liegen die Kosten, zwei Millionen hat er beim Land losgeeist. Dass in einer Tiefgarage 48 Stellplätze zur Verfügung stehen werden, sei ein großes Plus. Und drei Stunden Parkzeit seien überhaupt gratis. Pro Tag kostet das Parken fünf Euro. Die Überwachung der bisherigen Parkzone werde über den Polizeiverband erfolgen.

Völlig neu ist auch der Musikpavillon, der bei Bedarf überdacht werden kann und die Bergkulisse als mächtigen Hintergrund hat. Fast fertig sind schon die Gastroküche, der Ausschankbereich samt Kühlzelle und großzügigem Foyer. „An die 1000 Leute haben dort Platz“, betont der Gemeindechef. Im eingeschoßigen Veranstaltungszentrum gibt es auch einen Veranstaltungsraum mit Bühne, Schminkraum und barrierefreien WC-Einheiten.

Über den Musikpavillon mit Bergkulisse freut sich BM Werner Entner besonders.
Über den Musikpavillon mit Bergkulisse freut sich BM Werner Entner besonders.
- Zwicknagl

Den Startschuss für die zukunftsweisenden Bauten für Münster gab es Anfang April des Vorjahres. Besonderen Wert legt Werner Entner darauf, dass der Baubeschluss im Gemeinderat einstimmig erfolgt. „Die Gemeindeverwaltung ist für die Aufgaben in den nächsten 30 bis 40 Jahren ausgelegt. Wir haben nämlich für drei bis vier Reservebüros gesorgt“, sagt der Bürgermeister. Im Herbst würden zwei Lehrlinge im Gemeindedienst angestellt.

Auch verkehrstechnisch hat man sich einiges einfallen lassen. „Vor dem Gemeindeamt gibt es eine Bushaltestelle und eine Aufenthaltszone. Eine Drängelei wollen wir vermeiden“, betont Entner.