Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 05.07.2019


Bezirk Kufstein

Anrainer in Kufstein: „Kein Asbest vor unserer Haustür!“

Anrainer des geplanten Kufsteiner Asbest-Zwischenlagers fordern Gehör im Verfahren. Auch sie halten den Standort für äußerst ungeeignet.

Anwohner im Ortsteil Endach wollen ihre Ängste und Sorgen über die Plän­e eines Asbest-Zwischenlagers bei der Verhandlung einbringen.

© HrdinaAnwohner im Ortsteil Endach wollen ihre Ängste und Sorgen über die Plän­e eines Asbest-Zwischenlagers bei der Verhandlung einbringen.



Von Jasmine Hrdina

Kufstein – „Es ist einfach frustrierend“, klagen Johann und Karin Mühlegger. Vor Kurzem erst feierten sie die Fertigstellung ihres Rohbaus im Kufsteiner Ortsteil Endach – nun folgte die Hiobsbotschaft. Keine 200 Meter vom künftigen Heim entfernt sollen giftige Abfälle zwischengelagert und Baurestmassen aufbereitet werden. Pläne, die viele Anrainer verhindern wollen. Etwa 140 Unterschriften habe man in nur drei Tagen, „ohne großen Lärm zu machen“, gesammelt – sie alle suchen bei der zuständigen Behörde (Land Tirol) um Parteistellung für die Verhandlung am 10. Juli an. „Wir wollen gehört werden und unsere Ängste und Sorgen einbringen“, sagt Nikolaus Seitz. Und diese sind vielseitig.

Und dann wäre da noch das ewige Thema Hochwasser. Immerhin sollen die teilweise giftigen Abfälle in Containern direkt neben dem Inn gelagert werden. „In Kiefersfelden werden sie keine Freude haben, wenn dann das giftige Zeug daherschwimmt.“




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