Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 06.07.2019


Osttirol

Lienzer Tierheim sucht Paten und Plätzchen für Kätzchen

Mit der Zahl der betreuten Tiere steigen auch die Kosten. Vor allem die rund 100 Katzen, davon viele Babys, beschäftigen die Heimleitung.

Christine Zangerl, die „gute Seele“ des Osttiroler Tierschutzvereins, ist neue Obfrau, Josef Pedarnig wird Stellvertreter.

© OblasserChristine Zangerl, die „gute Seele“ des Osttiroler Tierschutzvereins, ist neue Obfrau, Josef Pedarnig wird Stellvertreter.



Von Catharina Oblasser

Lienz – Der Osttiroler Tierschutzverein hat sich jahrelang um ein eigenes Heim in Lienz bemüht, vor einem guten Jahr war es endlich so weit: Das neue Gebäude in der Pfister konnte offiziell eröffnet werden. Die Jahre davor waren die Tiere in Containern untergebracht gewesen.

„Ein Heim vor Ort ist enorm wichtig für Osttirol“, fasste Leiterin Christine Zangerl bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend zusammen. Das sehe man daran, dass das Gebäude voll belegt ist – und an den Kosten, die daraus entstehen. „Im Jahr 2016, als wir noch die Container hatten, brauchten wir 10.900 Euro für Futter. 2018 waren es schon 23.400 Euro, trotz der vielen Tiernahrung, die gespendet wurde.“ Noch steiler bergauf ging es bei der medizinischen Versorgung der Pfleglinge. Von 15.000 Euro im Jahr 2016 sind die Tierarztkosten auf 46.500 Euro im Jahr 2018 angewachsen.

Für alte Katzen werden Futter-Paten gesucht.
Für alte Katzen werden Futter-Paten gesucht.
- Oblasser

Das Osttiroler Tierheim betreut Hunde, Hasen, verletzte Vögel, sogar ein Bussard war dabei. Doch die größte Tiergruppe ist die der Katzen, schildert Zangerl. „Wir haben etliche, die wir nicht vermitteln können, weil sie zu alt oder krank sind. Für diese Tiere suchen wir Katzenpaten, die ab und zu auf Besuch kommen und einen monatlichen Beitrag für die Pflege spenden“, so die Heimleiterin. Geöffnet ist das Heim in der Pfister täglich außer Montag und Donnerstag, jeweils von 14.30 Uhr bis 17 Uhr.

Katzenbabys gibt es zurzeit besonders viele, denn im Mai und Juni kommen die Jungen zur Welt. „Manche werden ohne Mutter aufgefunden und zu uns gebracht. Oder eine trächtige Katze kommt ins Heim, die dann bald Nachwuchs bekommt“, beschreibt Zangerl. Interessenten können die Kleinen besuchen kommen und sich mit dem potenziellen neuen Familienmitglied anfreunden. Mehr Informationen sind unter www.osttiroler-tierschutz.at zu finden.

Für die Kleinen werden neue Frauchen oder Herrchen gesucht.
Für die Kleinen werden neue Frauchen oder Herrchen gesucht.
- Oblasser

Auf der Tagesordnung stand auch Formelles: Christine Zangerl übernahm die Obmann-Position von Josef Pedarnig, der nun Zangerls Stellvertreter ist. Weiters hat der Verein seine Statuten dahingehend geändert, dass Spenden für den Tierschutz steuerlich absetzbar sind.