Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 12.07.2019


Bezirk Kitzbühel

Beratung zum Thema Gewalt im Krankenhaus

Mit einem monatlichen Sprechtag wird ab 7. August das Gewaltschutzzentrum Tirol künftig ein erweitertes Angebot für Opfer von häuslicher Gewalt bieten.

Arbeiten beim Thema Gewaltschutz eng zusammen: Eva Pawlata (GF Gewaltschutzzentrum Tirol), Aynur Kilic (Beraterin GSZ Tirol), Tanja Puchinger-Kuster (Pflegeleitung Ambulanz Unfallchirurgie / Opferschutzgruppe BKH), Daniela Hahn (Oberärztin Gynäkologie).

© RitschArbeiten beim Thema Gewaltschutz eng zusammen: Eva Pawlata (GF Gewaltschutzzentrum Tirol), Aynur Kilic (Beraterin GSZ Tirol), Tanja Puchinger-Kuster (Pflegeleitung Ambulanz Unfallchirurgie / Opferschutzgruppe BKH), Daniela Hahn (Oberärztin Gynäkologie).



St. Johann i. T. – Das Gewaltschutzzentrum Tirol ist seit 2007 mit einer Regionalstelle im Bezirk Kitzbühel vertreten. Jeden Mittwoch finden in den Räumlichkeiten der Familienberatungsstelle am Hornweg in Kitzbühel Beratungen statt. Dieses Erfolgsmodell soll nunmehr auch auf St. Johann umgelegt werden, mit dem BKH wurde dafür der ideale Standort gefunden.

Eingerichtet wurde die Beratungsstelle in der Unfallambulanz, an die sich viele Gewaltopfer zuerst wenden. Hier werden die Betroffenen von geschulten medizinischen Kräften betreut, dabei werden auch Fachleute aus den Bereichen Gynäkologie und klinischer Psychologie hinzugezogen (Opferschutzgruppe des BKH). Abteilungsvorstand Robert Kadletz: „Wir sind froh, dass diese wichtige Einrichtung bei uns Platz gefunden hat. Unsere Aufgabe sehen wir neben der Erstversorgung der Betroffenen auch in der Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für diese Thematik.

Eine Mitarbeiterin des Gewaltschutzzentrums Tirol wird ab August an jedem ersten Mittwoch im Monat von 10 bis 15 Uhr im BKH St. Johann (Unfallambulanz, Trakt A, EG) Beratungen durchführen. Das Gewaltschutzzentrum bietet neben der Akutberatung auch laufende Unterstützung, etwa in Form von Prozessbegleitung, juristischer Hilfe bis zu psychosozialer Unterstützung – all das kostenfrei und vertraulich. Das Angebot richtet sich sowohl an von Gewalt betroffene Personen als auch an Mitarbeiterinnen des Krankenhauses, die sich beispielsweise über den Umgang mit Gewaltopfern informieren möchten.

Das Gewaltschutzzentrum Tirol bietet derzeit neben der Zentrale in Innsbruck Beratung und Service in zwei Regionalstellen, in Landeck und in Kitzbühel, und eben ab Anfang August nun auch am BKH St. Johann und bildet somit ein Schwerpunktzentrum zum Thema Gewaltschutz für das Tiroler Unterland.

Kontakt/Infos/Terminvereinbarung unter 0512/571313 oder auf www.gewaltschutzzentrum.at (TT)