Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 16.07.2019


Innsbruck

Altstadthotel Weißes Kreuz soll durch Ausbau revitalisiert werden

Das Weiße Kreuz wird saniert und erweitert. Das soll aber kein generelles Signal für Aufstockungen in der Altstadt sein, betont der Bauausschuss.

Das „Weiße Kreuz“ soll im kommenden Jahr um- und ausgebaut werden.

© Thomas Boehm / TTDas „Weiße Kreuz“ soll im kommenden Jahr um- und ausgebaut werden.



Von Denise Daum

Innsbruck – Was haben Kaiserin Maria Theresia, Claudia de Medici und Wolfgang Amadeus Mozart gemeinsam? Sie alle waren Gast im Weißen Kreuz. Vor zwei Jahren hat Thomas Hudovernik das geschichtsträchtige Altstadthotel übernommen. Nun plant er eine umfangreiche Sanierung inklusive Erweiterung. „Das Haus ist seit 30 Jahren nicht mehr saniert worden und entspricht in vielerlei Hinsicht nicht mehr der heutigen Zeit“, erklärt Hudovernik. So haben beispielsweise manche Zimmer lediglich Gangduschen.

Neben der Sanierung soll das Haus auch auf 48 Zimmer ausgebaut werden. Dazu ist eine Aufstockung in Form eines Dachbodenausbaus geplant. Hudovernik betont, dass ohne einen Um- und Ausbau der Betrieb „kaputt ist“. Der Charakter des Hauses bleibe jedenfalls erhalten. „Wir waren mit den Plänen achtmal im Sachverständigenbeirat für den Stadt- und Ortsbildschutz und haben alle Auflagen eingearbeitet“, erklärt Hudovernik. Auch mit dem Denkmalamt sei man in enger Abstimmung.

Der Bauausschuss der Stadt Innsbruck hat dem Vorhaben einstimmig grünes Licht gegeben. „Wir sind der Meinung, dass die Revitalisierung eines Altstadthotels im allgemeinen Interesse ist. Die Erhöhung der Zimmeranzahl ist nötig, um den Betrieb wirtschaftlich zu führen“, erklärt Gerhard Fritz, stellvertretender Bauausschussvorsitzender. Vom Sachverständigenbeirat gebe es ebenfalls eine positive Stellungnahme.

Fritz betont, dass im Bebauungsplan festgehalten ist, dass der Ausbau lediglich für den Hotelbetrieb genehmigt werde. „Das ist kein allgemeines Signal für Aufstockungen in der Altstadt“, betont Fritz.

Der Gemeinderat soll bei seiner Sitzung am Donnerstag die Auflage des Bebauungsplans beschließen.

Hudovernik hofft, so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen zu können. „Der Zeitplan ist eng. Bis im Jahr 2021 die große Altstadt-Baustelle kommt, müssen wir fertig sein.“