Letztes Update am Mo, 15.07.2019 13:31

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Flixbus-Fahrer wegen „Mein-Kampf“-Tattoo gesperrt

„Als multinationales Unternehmen mit einem multinationalen Team und mit Fahrern und Fahrgästen aus den verschiedensten Ländern mit den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen verurteilt Flixbus Diskriminierung jeder Art“, stellte das Unternehmen klar.

Symbolbild.

© Thomas BöhmSymbolbild.



München — Wegen eines rechtsextremen Tattoos auf dem Unterarm darf ein Flixbus-Fahrer nicht mehr für das Transportunternehmen fahren. Das teilte die in Deutschland ansässige Firma am Montag in München mit. Der Mann trägt auf dem Arm den Schriftzug „Mein Kampf" in Frakturschrift. Das ist der Titel des ideologischen Hauptwerkes des nationalsozialistischen Diktators Adolf Hitler.

„Als multinationales Unternehmen mit einem multinationalen Team und mit Fahrern und Fahrgästen aus den verschiedensten Ländern mit den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen verurteilt Flixbus Diskriminierung jeder Art", stellte das Unternehmen klar. „Flixbus steht für Toleranz und Gleichberechtigung. Unsere Fahrer als Aushängeschild des Unternehmens nehmen hier eine Schlüsselrolle ein." Aus diesem Grund sei der betroffene Fahrer bereits gesperrt worden und werde nicht mehr für das Unternehmen fahren.

Der Mann sei auf einer Route zwischen Südfrankreich und Norditalien unterwegs und bei einem italienischen Buspartner angestellt gewesen. Er soll laut der Nachrichtenagentur AFP aus Italien stammen. Ein französischer Twitter-User hatte am Freitag ein Foto des Tattoos ins Internet gestellt. (APA/dpa/AFP)