Letztes Update am Fr, 19.07.2019 07:59

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Guinea

Junge Schülerin in Guinea entband während Abschlussprüfung

Während einer Physikprüfung setzten bei der 18-Jährigen die Wehen ein. Binnen zehn Minuten war der kleine Espoir auf der Welt – und seine Mama kehrte nach der Geburt direkt an die Schulbank zurück.

(Symbolbild)

© pixabay(Symbolbild)



Conakry – Eine Schülerin in Guinea wollte sich durch nichts von der Teilnahme an den Abschlussprüfungen abhalten lassen – nicht einmal von der Geburt ihres Kindes.

Die hochschwangere 18-jährige Fatoumata Kourouma Condé aus der Stadt Mamou im Osten des Landes bemerkte, als sie sich zu ihrer Physikprüfung hingesetzt hatte, dass die Geburt kurz bevor stand. Sie wurde in das örtliche Krankenhaus gebracht, wo sie innerhalb von zehn Minuten einen Buben gebar.

Nur 40 Minuten nach ihrem überstürzten Aufbruch kehrte Condé in den Prüfungsraum zurück und setzte sich an ihren Tisch – sehr zur Überraschung ihrer Familie und der Aufsichtspersonen. Ihre Geschichte, zuerst durch die lokalen Medien verbreitet, wurde vom örtlichen Prüfungsleiter bestätigt.

Condé erzählte der Nachrichtenagentur AFP, sie habe nicht mal ihrem Mann gesagt, dass die Geburt unmittelbar bevorstehe – aus Angst, zu Hause bleiben oder zum Arzt gehen zu müssen. „Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, auch nur eine Abschlussprüfung zu verpassen, für die ich das ganze Jahr gelernt habe“, sagte sie.

Condés Mann, ein Polizist, sei entzückt und erzähle jedem über „diese grandiose Frau“, sagte ein Verwandter. „Wir beten zu Gott, dass Fatoumata ihren Abschluss schafft“, fügte er hinzu. Das Baby sollte seiner Meinung nach Espoir heißen – französisch für Hoffnung. (APA/AFP)




Kommentieren


Schlagworte