Letztes Update am Mo, 22.07.2019 17:14

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


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„Für echte Mampfiosi“: Salvini protestiert, McDonald‘s entschuldigt sich

Die Werbekampagne für das italienische Sommermenü von McDonald‘s schlägt in Italien Wellen. „Alle Italiener sind Mafiosi? Wie traurig ...“, schreibt Salvini auf Twitter. Der Konzern entschuldigt sich.

Die Werbekampagne läuft in Österreich, nicht wie in Salvinis Tweet angenommen in Deutschland.

© Screenshot/TwitterDie Werbekampagne läuft in Österreich, nicht wie in Salvinis Tweet angenommen in Deutschland.



Rom/Wien — Das Werbeplakat mit dem Slogan „Für echte Mampfiosi" der Fastfood-Kette McDonald's ärgert den italienischen Innenminister Matteo Salvini. „Alle Italiener sind Mafiosi? Wie traurig ...", kritisierte der Innenminister und Lega-Chef die Werbekampagne für einen neuen Hamburger, die in Österreich geschaltet wird.

Bei seinem Protest per Twitter verwechselte Salvini versehentlich Deutschland mit Österreich. Das Werbeplakat ist nämlich nicht in Deutschland erschienen, wie der italienische Innenminister per Twitter geschrieben hatte, sondern in Österreich. „Mit unserem Kampf gegen die Mafia haben wir zu Stolz und Würde zurückgefunden. Es gibt kein Zurück", twitterte Salvini.

Schon seit Tagen häufen sich Proteste in Italien wegen der Werbekampagne von McDonald's. In Österreich lebende Italiener hätten bereits bei der Fastfood-Kette vehement protestiert, berichteten italienische Medien. Nicht nur das Plakat, sondern auch eine McDonald's-App sorgte für Aufruhr. In der Nachricht, die an Kunden versandt wurde, stand der Satz mit „Hey Mafioso, try our new Bacon della Casa now! Bella Italia" auf Englisch übersetzt. Der Ausdruck „Mampfioso" wurde versehentlich als „Mafioso" übersetzt.

McDonald's entschuldigt sich

Am Montag entschuldigte sich McDonald's für die Kampagne. „Wir wollten mit dem Plakat unsere aktuellen Burger mit Augenzwinkern bewerben. Natürlich war es nicht unsere Absicht, Italienerinnen oder Italiener in irgendeiner Weise zu beleidigen, und wir entschuldigen uns aufrichtig bei allen, die sich beleidigt fühlen", erklärte ein Unternehmenssprecher. (APA/dpa)

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