Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 26.07.2019


Bezirk Schwaz

Parktarife-Überblick: Kurzparker kommen in Achenkirch günstiger weg

Was zahlt man wo am Seeufer des Achensees? Die TT gibt einen Überblick über die Parktarife am Ufer von Tirols größtem See.

Entlang der Seeuferstraße in Eben herrschte gestern Gerangel um Parkplätze.

© DählingEntlang der Seeuferstraße in Eben herrschte gestern Gerangel um Parkplätze.



Von Angela Dähling

Achensee – Wenn die Hitze groß ist, ist es die Parkplatznot am Achensee meist auch. Alle scheinen in Tirols größtem See Abkühlung zu suchen. Die Parkgebühren rund um die Badeflächen am See sind allerdings nicht überall gleich.

Eine Gesamtübersicht über das Parkplatzangebot und deren Gebühren war weder bei den Gemeinden noch beim TVB zu erhalten. Dennoch versucht die TT, einen Überblick zu verschaffen: In Pertisau und Maurach ist für die gebührenpflichtigen Parkplätze am Seeufer fast zur Gänze die Gemeinde Eben zuständig. „Eine Ausnahme bildet der Parkplatz hinterm Fürstenhaus, der von der Tiwag betrieben wird“, weiß der Ebener Gemeindeamtsleiter Walter Margreiter. Auch beim Gasthof Hubertus sind einige der öffentlich verfügbaren Parkplätze in Privatbesitz. Der Tarif hier und beim Fürstenhaus ist aber ganz gleich wie der der Gemeinde: nämlich 3 € für bis zu 4 Stunden und 5 € für den ganzen Tag (Gebührenpflicht von 8 bis 18 Uhr). Das zahlt man auch beim Atoll und entlang der Uferstraße.

Der Liegestrand in der Schwarzenau (l.) gehört zum dortigen Campingplatz, wo auch fürs Parken kassiert wird.
Der Liegestrand in der Schwarzenau (l.) gehört zum dortigen Campingplatz, wo auch fürs Parken kassiert wird.
- Dähling

Übrigens: BM Sepp Hausberger hat kein Problem damit, wenn jemand die Badebucht und damit den (gemeindeeigenen) Parkplatz am See während der Gültigkeit des Parkscheins wechselt. Laut ihm muss kein neues Ticket gezogen werden. Nächstes Jahr sollen in Eben die Parkzeiten neu gestaffelt werden und kürzere Parkzeiten günstiger ermöglicht werden. Auf Achenkircher Gemeindegebiet ist das bereits der Fall. Christoph Rinner vom Gemeindeamt: „Eine Stunde kostet 1 €, 2 kosten 2 €, bis 4 Stunden sind es 4 € und der Tagessatz sind 5 €.“ Wie in der Nachbargemeinde Eben sind die Parkplätze von 8 bis 18 Uhr gebührenpflichtig. Beide Gemeinden haben private Sicherheitsdienste zur Kontrolle im Einsatz.

Anders die Situation in der Schwarzenau: Der Parkplatz gehört den Bundesforsten, wurde aber vom Campingplatzbetreiber Oliver Chachoud gepachtet. Man hat die Wahl zwischen 2 Stunden für 2 € und 5 € für den ganzen Tag (tarifpflichtig bis 20 Uhr). Hinzu kommen pro Erwachsenem 2 € Infrastrukturbeitrag. „Das inkludiert WC-Benutzung, Leitungswasser, Müllentsorgung“, erklärt Chachoud. Den Beitrag habe er eingeführt, weil einige Badegäste 120-l-Müllsäcke einfach entsorgt sowie Seife ins WC mitgenommen hätten.

Auch wer nur eine Stunde bleibt, muss mindestens 3 Euro Parkgebühr zahlen.
Auch wer nur eine Stunde bleibt, muss mindestens 3 Euro Parkgebühr zahlen.
- Dähling

Gesprächsthema in der Schwarzenau ist derzeit die kürzlich erfolgte Demontage der Holzliegen am dortigen Seeufer. „Sie sind sieben, acht Jahre alt und waren teilweise morsch. Einige Gäste waren entrüstet und schickten Fotos an den Tourismusverband, der mich kontaktierte“, erzählt Chachoud. Um Probleme etwa durch Schiefer zu vermeiden, habe er in Absprache mit den Bundesforsten entschieden, die Pritschen abzubauen. Jetzt ist bei vielen der Frust darüber groß – zumal heuer auch kein Ersatz geschaffen wird. „Nächsten Sommer wird es was anderes zum Hinlegen dort geben, aber nicht aus Holz“, sagt Chachoud.