Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 31.07.2019


Bezirk Schwaz

Landjugend macht Kulturgüter erlebbar

Die Landjugend in der Unteren Schranne hilft bei der Aktualisierung des Tiroler Kunstkatasters mit.

Karl Wiesauer, Andrea Silberberger (Regionalmanagement), Bürgermeister Sepp Ritzer aus Ebbs (v. l.) mit Vertreterinnen und Vertretern der Landjugend-Jungbauernschaft, die das Projekt vorstellten.

© KUUSKKarl Wiesauer, Andrea Silberberger (Regionalmanagement), Bürgermeister Sepp Ritzer aus Ebbs (v. l.) mit Vertreterinnen und Vertretern der Landjugend-Jungbauernschaft, die das Projekt vorstellten.



Ebbs – Mit einem Kick-off-Termin startete die „Kunstkataster-Offensive“ am vergangenen Wochenende in Ebbs. Bei dem Leader-geförderten Projekt des Regionalmanagement Kuusk engagieren sich Mitglieder der Landjugend um das Archiv des Tiroler Kunstkatasters zu aktualisieren. Mit dabei sind die Ortsgruppen der Jungbauernschaft der Ortschaften Ebbs, Buchberg, Niederndorf, Walchsee, Kössen und Schwendt.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Der Kataster erhebt seit Jahrzehnten die Kulturgüter des Landes, angefangen bei Klein- und Flurdenkmälern bis hin zur großen Architektur alter Traditionsbauernhöfe. Der immense Wert dieses Schatzes soll aber nicht allein in Datenbanken und Schubladen verstauben, sondern auch der Bevölkerung zugänglich gemacht werden. Durch die Mitarbeit der Landjugend und Jungbauernschaft wird eine Schnittstelle zwischen der zuständigen Stelle in Innsbruck und den Gemeinden geschaffen. In persönlichen Gesprächen mit den jeweiligen Besitzern der Güter kann auch eine Instandhaltung erreicht werden. Der Einsatz der Landjugend aus der Unteren Schranne hilft dabei, einen Teil regionaler Kultur vor den Vorhang zu holen. Die Maßnahmen umfassen einerseits die Aktualisierung, ebenso aber auch die wichtige Öffentlichkeitsarbeit. Karl Wies­auer vom Tiroler Kunstkataster: „Eine solche Kooperation ist auch für uns sehr wertvoll. Etwas Besonders für uns ist, dass wir hier die Jugend erreichen. Das Vorhaben ist bisher einzigartig für uns und kann und soll als Pilotprojekt für später dienen.“ Auch Josef Ritzer, Ebbser Bürgermeister und als Obmann-Stellvertreter des Leader-Vereins tätig, freut die Zusammenarbeit in diesem Bereich. Zusätzlich kann durch die Einbeziehung der jeweiligen Ortschronisten ein Bogen zwischen Alt und Jung gespannt werden.

Das Vorhaben wird im Zuge eines Kultur-Kleinprojektes umgesetzt, wobei die Projektkosten von knapp 8000 Euro zu 80 Prozent von Land und EU gefördert werden. Die Eigenmittel werden von den jeweiligen teilnehmenden Gemeinden getragen. (TT)




Kommentieren


Schlagworte