Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 01.08.2019


Bezirk Landeck

Pfundser Schützen rüsten auf Armbrust um

Beim Landes- und Regimentspokalschießen in Pfunds greift man heuer auf historische Waffentypen zurück.

Viertelkommandant Fritz Gastl (l.) und der Pfundser Schützenobmann nehmen ihr Ziel heuer mit der Armbrust ins Visier.

© ReichleViertelkommandant Fritz Gastl (l.) und der Pfundser Schützenobmann nehmen ihr Ziel heuer mit der Armbrust ins Visier.



Von Matthias Reichle

Pfunds – Was verbindet man gewöhnlich mit den Schützen? Eine prächtige Tracht und natürlich den Knall beim Salutschuss. Die Pfundser Kompanie rüstet nun auf eine lautlose Waffe um – zumindest für zwei Tage. Beim „Jakob Lauterer“-Landes- und Regimentspokalschießen Pfunds gibt es heuer eine Premiere – einen Kombinationsbewerb mit Karabiner und Armbrust.

In der so genannten „Maximilianwertung“ schießen die Teilnehmer nicht nur mit dem Karabiner, sondern mit der speziellen historischen Waffe, die von der Kompanie zur Verfügung gestellt wird.

Das alles sei dem Maximilianjahr geschuldet, erklärt der Pfundser Schützenobmann und Viertelschießwart Christoph Pinzger. „In Tschingls, dem Ort, wo der Wettbewerb stattfindet, ist Kaiser Max auf die Jagd gegangen. Aus der Chronik weiß man, dass Pfunds für ihn interessant war, weil es hier noch Steinwild gab.“ Anzunehmen sei, dass auch damals die Armbrust zum Einsatz kam.

Insgesamt sieben Stück stehen beim Wettbewerb, der heuer am 9. August (14 bis 18 Uhr) und am 10. August (8 bis 16 Uhr) stattfindet, zur Verfügung.

Mit dem Karabiner wird auf eine Entfernung von 65 Metern geschossen, mit der Armbrust auf 20 Meter (beides sitzend aufgelegt). Eine reine Wertung mit Armbrust gebe es keine, so Pinzger, sondern nur die Kombination und einen reinen Karabiner-Bewerb. Gekürt werden der Mannschaftssieger, ein Regimentsmeister und ein Landesmeister.

Durchgeführt wird der Bewerb in Pfunds seit 2013 auf Initiative von Viertelkommandant Mjr. Fritz Gastl und Pinzger gemeinsam mit dem Schützenregiment Oberinntal und der Schützenkompanie Pfunds. Die Pfundser Schützen und die Schützengilde investieren viel Zeit in die Vorbereitung, so Pinzger. Auch Bundeswaffenmeister Mjr. Hans Eller habe sich stark eingesetzt.

Landes- und Regimentspokalschießen in Pfunds sei der größte derartige Wettbewerb in Tirol, erklärte der Schützenobmann. Auch heuer erwartet man wieder über 250 Teilnehmer. Teilnahmeberechtigt sind Mitglieder von Schützenkompanien, Schützengilden, Jägerschaften und Personen mit gültigen Jagdkarten ab dem 18. Lebensjahr.




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