Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 06.08.2019


Bezirk Imst

Tiroler Landesjagd Pitztal ist online: Sinn und Taxen

Die Tiroler Landesjagd im Pitztal ist online gegangen. Für das nächste Jahr kann man sich bereits um Abschüsse bewerben.

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Von Alexander Paschinger

St. Leonhard i. P. – „Heimlichtuereien brauchen wir nicht“, sagt der seit heuer neu eingesetzte Jagdleiter der Landesjagd Pitztal, Norbert Krabacher. Damit meint der frühere Imster Bezirksjägermeister die neue Homepage: Unter www.tirol.gv.at/landesjagd „kann jeder reinschauen“, so Krabacher. Die Zahlen und Fakten würden „laufend aktualisiert“ und auch die Anmeldung für einen Abschuss in der „größten zusammenhängenden Gebirgsjagd Österreichs“ ist ab sofort online auf dieser Seite zu erledigen.

Spätestens seit dem Landesrechnungshofbericht von 2006 wurde über Sinn und Zukunft einer eigenen Landesjagd diskutiert. Immerhin gingen nicht nur die so genannten Ehrenabschüsse zurück – das Gewähren von Abschüssen erschien so manchem intransparent.

„Die Landesjagd ist endlich auch im Internet zu finden und die Abschusstaxen sind kein Geheimnis mehr“, heißt es in einer E-Mail, mit der am Montagmorgen der Link zur Landesjagd-Homepage verbreitet wurde. „Transparenz war uns ganz wichtig“, erklärt auch der ÖVP-Klubobmann im Landtag, Jakob Wolf, und verweist auf das Koalitionspapier mit den Grünen. Darin war für den Fortbestand der Landesjagd die Einbindung in den Naturpark Kaunergrat und das derzeit entstehende Steinbock-Zentrum in St. Leonhard essenziell. Im April wurde nun die Pacht um zehn Jahre verlängert. Für den Waidmann Krabacher stehen auch Forschung, Wildstand, Fütterung, Personal und Jäger-Ausbildung an vorderster Stelle. „Das alles führen wir auf dieser Homepage an.“

Was die Abschüsse in der 22.521 Hektar großen und aus fünf Jagdgebieten zusammengesetzten Landesjagd betrifft, „so kann man sich schon jetzt für das kommende Jahr anmelden“, so Krabacher. Für heuer steht der Jagdplan nämlich schon fest.

Die Preise für das Erlegen von Wild sind online abrufbar. Am günstigsten ist ein Alpenhase um 150 Euro, ein Auerhahn kostet schon 2950 Euro. Beim Hirsch kann es über 4300 Euro gehen. Und ein Steinbock der Klasse I (bis 160 „Punkte“) ist mit 11.950 Euro am höchsten angesetzt – wobei jeder weitere „Punkt“ 340 Euro zusätzlich kostet.