Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 07.08.2019


Bezirk Imst

„Zivi“ bewährt sich bei der Lebenshilfe in Umhausen

Natürlich dürfen auch Ausflüge wie zur Burg Ehrenberg nicht fehlen: Zivildiener Fabian Neurauter (r.) mit Klient Daniel Wencl.

© Lebenshilfe UmhausenNatürlich dürfen auch Ausflüge wie zur Burg Ehrenberg nicht fehlen: Zivildiener Fabian Neurauter (r.) mit Klient Daniel Wencl.



Als er im Juni seinen ersten Zivildienst-Tag in der Lebenshilfe Umhausen startete, fühlte sich Fabian Neurauter noch etwas unsicher: „Ich hatte ja bis auf ein Jausen-Buffet in der Mittelschule kaum Berührungspunkte mit Menschen mit Behinderung." Er ist einer von rund 100 jungen Tirolern, die ihren Wehr-Ersatzdienst bei der Lebenshilfe leisten. Und es gefällt ihm: Er begleitet Menschen beim Müllentsorgen zum Recyclinghof, unterstützt sie bei Filzarbeiten für das Schafwollzentrum oder beim Autoputzen. Und er merkt, wie viel Freude die Klienten an seiner Gegenwart haben.

Leiterin Brigitte Mayr schätzt seine Mithilfe sehr: „Fabian lässt sich auf die Arbeit und die zu begleitenden Personen ein und ist sehr motiviert." So schafft es Fabian, auch in aufgeregten Momenten mit einer guten Portion Humor die Situation zu beruhigen. Die Chefin lobt den praktisch veranlagten KfzTechniker nicht nur wegen seiner Kenntnisse: „Er packt auch anstandslos einen Putz­eimer, wenn die Nassräume zu wischen sind."

Weil viele Klienten einen langen Weg zur Arbeit haben, ist sie auch froh, verantwortungsvolle Fahrer wie Fabian als Zivis zu haben. Die Fahrgäste schätzen ihn als höflichen, aufmerksamen und geduldigen Gesprächspartner.

Da Fabian derzeit der einzige Zivildiener in der Lebenshilfe Umhausen ist, hilft er in vielen Bereichen mit und spürt, dass er hier gebraucht wird. „Ich bin gern da. Da passt alles — und es sind alles feine Leute", erklärt er und ist mit seinem Zivildienst „mehr als zufrieden". (TT, pascal)