Letztes Update am Fr, 09.08.2019 11:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Religiöse Feiertage

Für mehr als 2,5 Millionen Muslime begann Hadsch-Wallfahrt

Mit der ersten Umrundung der Kaaba hat der diesjährige Hadsch begonnen, die Pilgerfahrt gläubiger Muslime nach Mekka. In Zeiten zunehmender Zerstrittenheit der islamischen Welt gilt die Pilgerreise als symbolische Demonstration der Einheit der Muslime.

Aufgrund der enormen Teilnehmerzahlen stellt die Pilgerfahrt nach Mekka stetig wachsende Anforderungen an die Veranstalter des religiösen Großereignisses.

© pixabayAufgrund der enormen Teilnehmerzahlen stellt die Pilgerfahrt nach Mekka stetig wachsende Anforderungen an die Veranstalter des religiösen Großereignisses.



Mekka – Mehr als 2,5 Millionen Gläubige haben in der saudi-arabischen Stadt Mekka mit der muslimischen Wallfahrt Hadsch begonnen. Sie folgen ab Freitag genau festgelegten Pilger-Ritualen. Nach Angaben des Königreichs sind dafür mehr als 1,8 Millionen Muslime aus dem Ausland angereist.

Wegen der riesigen Menschenmenge gibt es strenge Sicherheitsvorkehrungen, damit die Wallfahrt ohne Zwischenfälle verlaufen kann. Zum Beginn umrundeten die Pilger sieben Mal das würfelförmige Gebäude der Kaaba im Hof der Großen Moschee von Mekka. Danach begaben sie sich in das nahe gelegene Mina-Tal, wo sie in einer riesigen Zeltstadt die erste Nacht verbringen werden. Um die Strecke zu vereinfachen, stehen Busse bereit. Die Wallfahrt ist für die Gläubigen mit großen Anstrengungen verbunden, schon allein weil die Temperatur in diesen Tagen bis auf fast 40 Grad steigt.

Die Wallfahrt Hadsch gehört zu den fünf Grundpflichten des Islams. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben in die für Muslime heilige Stadt Mekka pilgern. Zum Auftakt der Wallfahrt treten die Gläubigen in einen Weihezustand. Dafür tragen Männer etwa nahtlose weiße Gewänder. Die einheitliche Kleidung soll die Gleichheit aller Muslime vor Gott symbolisieren. (APA/dpa)