Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 13.08.2019


Osttirol

Entenaktion für Blaulichtorganisationen: „Wir vier haben das gleiche Ziel“

Eine neue Entenaktion für die Hilfsfonds der freiwilligen Blaulichtorganisationen.

Andreas Stotter (Rotes Kreuz), Peter Ladstätter (Bergrettung), Herbert Oberhauser (Feuerwehr) und Franz Striemitzer (Wasserrettung) starten eine gemeinsame Wohltätigkeitsaktion (v. l.).

© Christoph BlassnigAndreas Stotter (Rotes Kreuz), Peter Ladstätter (Bergrettung), Herbert Oberhauser (Feuerwehr) und Franz Striemitzer (Wasserrettung) starten eine gemeinsame Wohltätigkeitsaktion (v. l.).



Von Christoph Blassnig

Lienz – Die freiwilligen Blaulichtorganisationen im Bezirk betonen immer wieder ihr außerordentlich gutes, fast freundschaftliches Verhältnis zueinander. Nachdem die Wasserrettung im letzten Jahr zur Mitfinanzierung ihres neuen Stützpunktes eine Wohltätigkeits-Entenaktion mit abschließendem Entenrennen auf der Isel veranstaltet hat, erfährt diese Initiative heuer eine Neuauflage, an der sich nun auch die Feuerwehren, das Rote Kreuz und die Bergrettungen bezirksweit beteiligen.

Bis zum nächsten Sommer verkaufen die vier Organisationen gelbe Schwimmenten zum Stückpreis von fünf Euro, und zwar im jeweils passenden Design. Edgar der Entdecker steht für die Bergrettung, Freddy Feuerwehrmann für die freiwilligen Brandbekämpfer, das Rote Kreuz bekommt ehrenamtliche Unterstützung von Schwester Susi und Kimmi Kraul stürzt sich für die Wasserretter in das Rennen.

„Wir haben alle vier das gleiche Ziel“, legte Bezirks-Feuerwehrkommandant Herbert Oberhauser die Intention für eine gemeinsame Entenaktion offen. „Jede Organisation betreibt einen Fonds, um schnell und unbürokratisch helfen zu können, wenn aus ihren Reihen jemand unverschuldet in Not gerät.“ Auf diesem Weg unterstütze man etwa die Familien von Vereinsmitgliedern, manchmal auch Betroffene von Schicksalsschlägen. „Tragödien tragen sich leichter, wenn sie auf mehrere Schultern verteilt sind“, pflichtete Bergrettungsobmann Peter Ladstätter bei. „Hilfe muss schnell erfolgen, ohne die Betroffenen zusätzlich noch ins Schaufenster zu stellen.“

2500 Enten im eigenen Design hat jede Einsatztruppe von Sponsoren zur Verfügung gestellt bekommen. Der Verkaufserlös wird gesammelt und nach Abschluss der Aktion zu gleichen Teilen den Fonds zugewiesen. „Wir planen eine große Abschlussveranstaltung am Tristacher See, wo wir auch eine Leistungs- und Geräteschau anbieten wollen“, kündigt Wasserrettungs-Leiter Franz Striemitzer bereits an. Die Enten sind ab sofort bei allen Einsatzorganisationen sowie in den Geschäften und Filialen der Sponsoren erhältlich.




Kommentieren


Schlagworte