Letztes Update am Mo, 12.08.2019 20:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Bub in Frankfurt vor Zug gestoßen: Gedenkort soll zunächst bleiben

Zwei Wochen liegt der Mord an einem Kind im Frankfurter Hauptbahnhof nun zurück. „Es bringen immer noch jeden Tag Menschen frische Blumen“, heißt es. Zudem laufen weitere Spenden für die Familie des Opfers ein.

Zahlreiche Menschen haben nach der schrecklichen Tat am Frankfurter Hauptbahnhof Blumen niedergelegt.

© dpaZahlreiche Menschen haben nach der schrecklichen Tat am Frankfurter Hauptbahnhof Blumen niedergelegt.



Frankfurt – Nach der tödlichen Attacke am Frankfurter Bahnhof soll ein zentraler Gedenkort am Gleis zunächst bestehen bleiben. „Es bringen immer noch jeden Tag Menschen frische Blumen“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Montag, zwei Wochen nach der Tat. So lange es bei Reisenden und Mitarbeitern Bedarf an dem Gedenkort gebe, werde er bleiben.

In der Bahnhofsmission liege außerdem ein Kondolenzbuch aus, das viel genutzt werde. Weiter gebe es wöchentliche Andachten in der Bahnhofsmission. An dem Gedenkort am Gleis 7 erinnern in einem abgesperrten Bereich Blumen, Kerzen und Kuscheltiere an das Geschehen.

Am 29. Juli hatte ein Mann einen Achtjährigen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Der Bub starb, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten. Der Tatverdächtige, ein Eritreer, der seit 2006 in der Schweiz lebte, sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Für die Familie des getöteten Jungen sind mittlerweile mehr als 110.000 Euro an Spenden eingegangen, wie die Sprecherin einer Online-Spendenkampagne am Montag sagte. Die Kampagne hatte ein Mann aus Frankfurt gestartet. (APA/dpa)