Letztes Update am Mi, 14.08.2019 16:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesellschaft

Atlantikreise von Aktivistin Greta Thunberg begann mit Verspätung

Greta Thunberg startete am Mittwoch ihre Klimatour von Großbritannien nach New York. Sie will ihren Kampf für die Umwelt auf der anderen Seite des Ozeans ebenfalls führen.

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg sticht heute in See auf der Hochseejacht "Malizia II".

© AFPDie Klimaaktivistin Greta Thunberg sticht heute in See auf der Hochseejacht "Malizia II".



Plymouth – Die Reise der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg mit einer emissionsfreien Hochseejacht von Großbritannien nach New York begann heute. Das Team um die 16-Jährige startete am Mittwochnachmittag um 17.30 Uhr.

„Die Wetteraussichten sind gut“, schrieb die 16-Jährige auf ihren Social-Media-Accounts. Noch gegen Mittag war es in Plymouth im Südwesten Englands allerdings sehr windig und regnerisch. Von dort fuhr die 18 Meter lange Hightech-Segeljacht „Malizia“ los. Die beiden Profisegler Boris Herrmann und Pierre Casiraghi wollen Thunberg über den Atlantik bringen.

Film über Reise geplant

An Bord befinden sich auch Thunbergs Vater Svante und ein Filmemacher, der eine Dokumentation über die Tour plant. Die Reise soll rund zwei Wochen dauern. Thunberg fliegt grundsätzlich nicht, weil Flugzeuge immense Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen ausstoßen.

Die Schwedin will ihren Kampf für einen beherzteren Einsatz der Politik gegen die Klimakrise auf der anderen Seite des Ozeans auf eine neue Ebene heben. Im September wird sie am UN-Klimagipfel vieler Staats- und Regierungschefs in New York teilnehmen, im Dezember steht in Chile die Weltklimakonferenz an. Rund um diese beiden zentralen Termine will sie an Klimaprotesten teilnehmen, Betroffene der Klimakrise sowie andere Aktivisten und Entscheidungsträger treffen. Thunberg protestierte seit August 2018 regelmäßig vor dem Reichstag in Stockholm dafür, dass Schweden mehr für den Klimaschutz tut. Aus ihrem Schulstreik ist eine internationale Klimaprotestbewegung mit Hunderttausenden Anhängern geworden. (APA)