Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 20.08.2019


Bezirk Schwaz

Durch den Achensee: So schnell geschwommen, wie andere wandern

Bei durchschnittlichen 15°C Wassertemperatur durchschwammen zwei Innsbrucker und ein Stubaier den Achensee der Länge nach.

Ein kaltes Unterfangen: Der Achensee hat eine durchschnittliche Wassertemperatur von 15 Grad.

© DaringerEin kaltes Unterfangen: Der Achensee hat eine durchschnittliche Wassertemperatur von 15 Grad.



Achenkirch – Sieben Tiroler Seen, die alle über 900 Meter Seehöhe liegen, wollen drei Tiroler durchschwimmen. Tyrol-Seven-Lakes-Challeng­e nennen sie ihre selbst gesteckte Herausforderung, bei der sie auf insgesamt 28 km Schwimmstrecke kommen.

Samstag nahmen sich die ambitionierten Freiwasserschwimmer kraulend den Achensee vor und starteten frühmorgens in Achenkirch in der Nähe des Campingplatzes bei einer Wassertemperatur von nur 13,1°C. Für den ehemaligen Skisprungtrainer der ÖSV-Herren- und Damennationalmannschaft Gerald Daringer war der Achensee der bereits fünfte See in der Tyrol-Seven-Lakes-Challeng­e. Seine Begleiter waren der Sport-Physiotherapeut Andreas Kravutske und der ehemalig­e österreichische Nationalmannschaftsschwimmer und Olympiateilnehmer Alexander Placheta aus Innsbruck.

„Ich bin schon durch viele Seen geschwommen, aber der Achensee fehlte mir noch“, sagt der mehrfache österreichische Masters-Rekordhalter in Freistil- und Schmetterling-Bewerben Alexander Placheta. Ein Begleitboot versorgte und navigierte die drei Schwimmer rund um den Achensee-Schiffs- und Segelverkehr auf der 10 km langen Strecke.

„Es ist schon etwas ganz Spezielles, den größten See Tirols der Länge nach zu durchschwimmen. Auch wenn es zu Beginn trotz Neoprenanzug eher kalt war“, sagt Kravutske, der schon mehrmals den Hallstätter See der Länge nach durchschwommen hat. „In Pertisau dachten wir, es dauert nicht mehr lang, aber es zog sich. Da fragt man sich dann schon, warum man sich das antut“, gibt der Stubaier Schwimmtrainer Gerald Daringer zu. Mit einer reinen Schwimmzeit von 2:51 Stunden war das Trio gleich schnell wie so mancher Wanderer entlang des Seeufers. Warum man überhaupt durch den ganzen See schwimmt? „Weil es ihn gibt“, zitiert Daringer lachend den Mount-Everest-Bezwinger George Mallory. Nach dem Hintersteiner See, Vilsalpsee, Haldensee, kleinen Plansee und dem Achensee fehlen ihm noch der Plansee und der Heiterwanger See. (TT, ad)

Andreas Kravutske, Gerald Daringer und Alexander Placheta (v. l.) durchschwammen den 10 km langen Achensee unter drei Stunden.
Andreas Kravutske, Gerald Daringer und Alexander Placheta (v. l.) durchschwammen den 10 km langen Achensee unter drei Stunden.
- Daringer



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