Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.08.2019


Bezirk Reutte

Seltener Anstecksporn in Elmen gefunden

Wolfgang Sölder (Ferdinandeum), Erwin Lechleitner, LR Beate Palfrader und Wanda Lechleitner (v. l.) mit dem seltenen Fund.

© Land TirolWolfgang Sölder (Ferdinandeum), Erwin Lechleitner, LR Beate Palfrader und Wanda Lechleitner (v. l.) mit dem seltenen Fund.



Auf seinem Grundstück stieß Erwin Lechleitner aus Elmen zufällig auf ein interessantes Fundstück, das er an Kulturlandesrätin Beate Palfrader übergab. „Ich habe mir gleich gedacht, dass dieses Stück Eisen etwas Besonderes sein könnte. Inzwischen habe ich die Bestätigung und freue mich, dass ich mit meinem Fund einen Beitrag zur Archäologischen Sammlung des Landesmuseums leisten kann", sagt Lechleitner.

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Das Fundstück, ein Anstecksporn, stammt aus der Neuzeit (18./19. Jahrhundert) und konnte um einen Stiefelabsatz befestigt werden, allerdings sind die Spornrädchen teilweise ausgebrochen. LR Palfrader freut sich mit dem Finder: „Schön, dass Erwin Lechleitner so rasch reagiert hat und den Sporn nicht einfach als irgendein altes Stück abgetan hat. Der mittlerweile restaurierte Anstecksporn wird künftig das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum bereichern."

Derartige Sporen liegen laut Wolfgang Sölder, Kustos der Vor- und Frühgeschichtlichen und Provinzialrömischen Sammlungen des Ferdinandeums, nur selten in archäologischen Fundbeständen vor: „Vergleichsfunde sind rar, umso erfreulicher ist es, dass Erwin Lechleitner einer Restaurierung des Fundstückes zugestimmt und sich für eine Schenkung an das Ferdinandeum entschieden hat." (TT, fasi)




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