Letztes Update am Fr, 30.08.2019 14:32

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Osttirol

Römischer Arzt rettete Frau an Bord eines Zugs in Lienz das Leben

Im Zug von Lienz nach Toblach brach eine 40-Jährige plötzlich zusammen. Ein junger Chirurg, der sich ebenfalls darin befand, eilte zu Hilfe. 40 Minuten soll er laut Medienbericht die Herzdruckmassage ausgeführt haben – und der Mutter das Leben gerettet haben.

(Symbolfoto)

© Domanig(Symbolfoto)



Lienz – Ein römische Arzt, der nach einer Radtour in Tirol in einen Zug in Lienz eingestiegen war, der bis Toblach fuhr, hat einer italienischen Frau das Leben gerettet, die einen Herzstillstand erlitten hatte. 40 Minuten lang soll der 33-jährige Chirurg am Dienstag eine Herzdruckmassage durchgeführt haben. Er konnte so die 40-jährige Mutter, die mit ihrer Familie unterwegs war, wiederbeleben.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Dies berichtete die Tageszeitung Gazzettino unter Berufung auf den Arzt. Ein ÖBB-Sprecher bestätigte einen derartigen Vorfall mit Wiederbelebung und anschließendem Hubschraubereinsatz. Nähere Details wisse man aber nicht.

Die Fahrgäste sollen laut dem Bericht jedenfalls angespannte Momente im Zug erlebt haben, als der Ehemann der aus der Toskana stammenden Urlauberin verzweifelt nach einem Arzt rief. Der junge Chirurg Carlo Santucci meldete sich und konnte mit der Herzdruckmassage vor Augen Dutzender erschrockener Passagiere die Frau wiederbeleben, bis ein Hubschrauber der Tiroler Rettung eintraf. Als die Frau wieder atmete, soll der Arzt Applaus erhalten haben, die Familie der Toskanerin hatte Tränen in den Augen.

Frau wurde in Tiroler Spital gebracht

Das medizinische Personal an Bord des Hubschraubers machte dem Arzt Komplimente für seinen Einsatz. „Ohne diesen Arzt wäre die Frau nicht mehr am Leben gewesen“, berichteten Zeugen. „Ich bin ein Sportler und das hat mir geholfen, trotz der Anstrengung über längere Zeit die Herzdruckmassage fortzusetzen“, berichtete der Arzt der Tageszeitung. Die Frau wurde in ein Krankenhaus in Tirol eingeliefert.

Santucci hatte bereits vor zwei Jahren einem Buben das Leben gerettet, der sich in einem Restaurant verschluckt und zu ersticken drohte. Mit dem Heimlich-Manöver konnte der Arzt dem Kind die verstopfte Luftröhre befreien. (APA)