Letztes Update am Mo, 02.09.2019 14:20

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kirche

Papst verurteilte Sterbehilfe: „Nur scheinbar mehr persönliche Freiheit“

Die in einigen Staaten legale Praxis der Euthanasie führe „nur scheinbar zu mehr persönlicher Freiheit, da sie in Wirklichkeit auf einem utilitaristischen Menschenbild basiert“, sagte Franziskus bei einer Audienz für 150 Onkologen im Vatikan.

Papst Franziskus.

© AFPPapst Franziskus.



Rom – Papst Franziskus hat Sterbehilfe verurteilt. Die in einigen Staaten legale Praxis der Euthanasie führe „nur scheinbar zu mehr persönlicher Freiheit, da sie in Wirklichkeit auf einem utilitaristischen Menschenbild basiert“, sagte der Papst laut Kathpress am Montag im Vatikan.

„Technik steht nicht im Dienst der Menschheit, wenn sie unterscheidet, wer verdient, weiter behandelt zu werden und wer nicht, weil er nur noch als Last gesehen wird“, sagte der Papst bei einer Audienz für italienische Onkologen im Vatikan. Von den Krebsforschern forderte Franziskus eine „Onkologie der Barmherzigkeit“ und warb dafür, Kranke und ihre Angehörigen in allen Phasen zu begleiten. Der Wert eines Menschenlebens müsse stets im Blick behalten werden. Der Papst empfing rund 150 Onkologen der italienischen Vereinigung AIOM sowie auch einige Krebspatienten im Vatikan.

Zugleich mahnte Franziskus laut Kathpress mehr Umweltbewusstsein an. „Der Schutz der Umwelt und der Kampf gegen Tumore sind nun zwei Seiten eines Problems, zwei sich ergänzende Aspekte des selben Kampfes für Zivilisation und Menschlichkeit.“ (APA)