Letztes Update am Do, 05.09.2019 13:49

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Zweiter Todesfall nach Vibrionen-Infektion an der Ostsee

Vibrionen sind Bakterien, die bei einigen Menschen zum Tod führen können. Nach einem Todesfall vor vier Wochen ist ein weiterer Mensch an den Folgen der Infektion gestorben.

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© APA/dpa-ZentralbildSymbolfoto.



Rostock – Nach einem Bad in der Ostsee ist ein weiterer Mensch an einer Vibrionen-Infektion gestorben. Die Person habe an mehreren chronischen Krankheiten gelitten und damit zur Risikogruppe gehört, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Donnerstag in Rostock mit. Details wurden nicht genannt. Bereits vor vier Wochen war eine Frau an einer Infektion gestorben. Auch sie gehörte zur Risikogruppe.

Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden und Hautverletzungen haben, sollten vorsichtshalber nicht baden gehen, erklärte eine Sprecherin. Dazu zählen etwa Erkrankungen der Leber, Diabetes mellitus oder Immunschwächen durch eine Transplantation oder HIV. Auch alte Menschen gehörten zur Risikogruppe.

Cholera als bekanntester Erreger

Vibrionen sind Bakterien, von denen einige Arten beim Menschen Krankheiten verursachen können. Am bekanntesten dürfte der Erreger der Cholera sein. Die im Salzwasser der Ostsee vorkommenden Keime der Art Vibrio vulnificus vermehren sich sprunghaft bei Wassertemperaturen von mehr als 20 Grad und können Wunden infizieren. Zu den Symptomen einer Infektion gehören Schüttelfrost und Fieber. Eine zügige Therapie mit Antibiotika kann den Krankheitsverlauf stark mildern. (APA/dpa)

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