Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 07.09.2019


Bezirk Imst

Volksschüler aus Vent sind nun Auspendler

Begrüßt wurde seitens der Eltern die Entscheidung der Gemeinde, die betroffenen Schüler nach der Schule mit einem Taxi heimbringen zu lassen.

Neben dem Management des nun anstehenden Schülertransportes aus Vent beschäftigte den Sölder Gemeinderat vor allem der Streit um das Wasser der Gurgler und Venter Ache.

© PraxmarerNeben dem Management des nun anstehenden Schülertransportes aus Vent beschäftigte den Sölder Gemeinderat vor allem der Streit um das Wasser der Gurgler und Venter Ache.



Sölden – Aus der Stilllegung der Volksschule Vent mit dem angelaufenen neuen Schuljahr resultiert ein notwendiger Schülertransport von Vent nach Sölden. Dieser wurde zum Gegenstand intensiver Diskussionen während der vergangenen Sölder Gemeinderatssitzung, nachdem die Eltern der betroffenen Kinder ihre Bedenken gegenüber dem morgendlichen Transport zur Volksschule Sölden geäußert hatten.

Der Bus, mit dem die Schüler von Vent nach Sölden gebracht werden, dient im Anschluss dazu, die Schüler der Polytechnischen Schule um 7.13 Uhr weiter nach Längenfeld zu transportieren. Das bedeutet für die Venter Volksschüler einerseits eine Abfahrtszeit von ca. 6.40 Uhr in Vent und andererseits eine deutliche Wartezeit bis zum Schulbeginn um 7.35 Uhr.

Begrüßt wurde seitens der Eltern die Entscheidung der Gemeinde, die betroffenen Schüler nach der Schule mit einem Taxi heimbringen zu lassen. Die Kosten dafür belaufen sich auf über 6000 Euro pro Schuljahr. Im Rahmen weiterer Gespräche soll schon bald ein zufriedenstellendes Konzept für die morgendlichen Fahrten elaboriert sein.

Ebenfalls bei dieser Gemeinderatssitzung wurde auch die weitere Vorgehensweise gegen die Kraftwerkspläne der Tiwag besprochen. Die Kanzlei „Eisenberger & Herzog“ forderte für die Gemeinde Sölden im Streit um das Wasser der Gurgler und Venter Ache bereits einen Stopp des von der Tiwag eingeleiteten UVP-Verfahrens. Die Gemeinderäte wollen sich nun auch im Punkt „Kraftwerk Venter Ache“ durch die Kanzlei offiziell vertreten lassen. Im Rahmen eines geplanten internen Treffens Mitte September sollen weitere Schritte besprochen werden. (prax)